Leica D-Lux 2: Pixelqueen

Hörte ich den Namen Leica, dachte ich bis vor kurzem spontan an zwei Dinge aus Russland: Die erste Hündin, die mit der Sputnik 2-Raumkapsel ins Weltall geschossen wurde, und die Kameras mit dem markanten roten Punkt im Logo. Es mag an der Kombination aus rotem Punkt und der vierbeinigen Sowjet-Kosmonautin gelegen haben, dass ich den Kamerahersteller aus Solms gefühlsmäßig irgendwo in der Tundra angesiedelt habe. Doch jetzt weiß ich es besser und habe gelernt, dass Leica für Leitz Camera steht und auch heute noch begehrenswerte Fotoapparate herstellt – wie zum Beispiel die D-Lux 2.

Mit dieser digitalen Kompaktkamera braucht man – auch im Pixelrausch – nicht auf den besonderen Stil und die Qualität einer Leica Kamera verzichten. Der 8,4 Megapixel CCD-Bildsensor ermöglicht eine uneingeschränkte Bildwiedergabe im 16:9–Format. Wer also seinen Rolls-Royce Phantom in ganzer Länge und höchster Qualität ablichten möchte, kann dazu den stilvollen Silberling verwenden. Auch rein äußerlich passt die D-Lux 2 zu jedem Anlass – egal ob Jagdausflug oder die Party am Abend. Mit der klaren Designsprache des Gehäuses, ist man jedenfalls immer „on the safe side“.

Doch es wäre keine Leica Kamera, wenn es nicht ein weiteres besonderes Feature gäbe: den Digitaladapter. Mit diesem Verbindungsstück lässt sich die Digitalkamera mit einem Leica Televid Spektiv verbinden. Laut Pressetext biete die Kamera so eine interessante Erweiterung des Einsatzgebietes, beispielsweise in der Naturbeobachtung. Mit diesem Spektiv würde ich persönlich auch in die Natur gehen, allerdings nur in Richtung „grüne Hölle“, um rasende Motorsportboliden für mein privates Album abzuschießen.

Was kostet dieses optische Vergnügen? Die D-Lux 2 ist für einen Preis von 695 Euro erhältlich. Nicht viel, wenn man die Gewissheit haben kann, der gleichen Marke wie der berühmte Photograph Henri Cartier–Bresson zu vertrauen. Allerdings gehört noch ein bisschen mehr dazu, um unvergleichliche Bilder zu schießen… .

Weitere Informationen finden Sie unter www.leica-camera.com.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Leica


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