Lankes Sonderauktion beim Oldtimer-Grand-Prix 2006 - Vorschau

Mit einer Sonderauktion im Rahmen des 34. AvD-Oldtimer-Grand-Prix (11.–13.08.) geht das Auktionshaus Lankes aus Döhlau dieses Jahr an den Start. Zum Aufruf kommen interessante Rennwagen der Marken Ferrari, Fiat Abarth, MG und Ford Lotus. Ebenfalls kommt eine große Auswahl an Automobilia unter den Hammer.

Ein „kleines“ Highlight der Auktion ist der 1968 gebaute Fiat Abarth 1000 TC. Die kleinen Rennwagen auf Basis des Fiat 600 fuhren in ihren Hochzeiten einen Klassensieg nach dem anderem ein und sind auch heute noch gern gesehene Gäste bei klassischen Rennen. Der auf der Auktion angebotene 1000 TC (das TC steht für Turismo Competizione) wurde im April 1979 nach Deutschland überführt und lief als „ONS-Wagenpass“. Nach einer Restauration durch einen Karosseriebaumeister fungierte der Abarth von 1998 bis 2002 als Ausstellungsstück im Technik-Museum Sinsheim. Einen weiteren Besitzerwechsel und einigen Modifikationen später, erhielt der Wagen 2002 eine Straßenzulassung als historisches Fahrzeug. Nach Angaben des Auktionators befindet sich der Wagen in einem guten und alltagstauglichen Zustand. Taxiert wurde der Abarth mit 25.000 Euro, der erste Ausruf wird bei 17.000 Euro liegen.



Der älteste Vertreter des Verkaufs ist ein 1934 gebauter, schwarzer MG PA MK II Roadster. Als Cecil Kimber 1923 seine Firma Morris Garage eröffnete, konnte er den späteren Erfolg seiner Automobile kaum ahnen. Insgesamt 2.000 MG PA verließen von 1934 bis 1935 die Werkshallen. Das angebotene Fahrzeug ist überholt und mit einem neuen Motorblock versehen. Alle Aggregate und das Getriebe sind erneuert. Dieser Wagen besitzt eine aktuelle FIA-Abnahme. Das Mindestgebot liegt bei 46.000 Euro.



Eine wahre Rennlegende im Auktionsportfolio ist der Ford Lotus MK I Cortina. Der Lotus Cortina ist der sportliche Ableger des gleichnamigen Fords, der Anfang der Sechziger Jahre die Lücke zwischen dem kleinen Anglia und dem großen Zephyr schließen sollte. Das im Auktionskatalog gezeigte Modell bildet den perfekten Einstieg in den historischen Motorsport. Der Wagen ist mit FIA-Papieren der Klasse F versehen. Der Cortina hat einen Schätzpreis von 30.000 Euro, der erste Aufruf erfolgt bei 26.000 Euro.



Ein weiteres Lot dieser Auktion ist ein Ferrari 250 GTE mit 365 GT Technik, Baujahr 1970 (Schätzpreis: 80.000 Euro). Der Ferrari ist laut Auktionskatalog in einem sehr schönen optischen sowie technischen Zustand und verfügt über TÜV und ein H-Kennezichen. Auf Wunsch können Originalteile des 250 GTE dazugekauft werden. Ebenfalls im Angebot steht ein 1971 gebautes Motorrad der Marke M. V. Agusta (Schätzpreis: 6.500 Euro).



Natürlich kommt auch die Automobila bei dieser Versteigerung zu ihrem Recht. Allein über 140 verschiedene historische Badges internationaler Automobilclubs schmücken den Katalog dieses Verkaufs. Eines der Highlights im Bereich der Automobilia ist ein Domo Rennwagen Maserati. Es handelt sich dabei um ein Modell vom Grand Prix San Remo aus den 40er Jahren. Angetrieben wird das Spielzeug von einem Glühzünder Verbrennungsmotor, als Treibstoff dient ein Gemisch aus Methanol und Rizinus. Diese Rarität hat einen Schätzpreis von 18.500 Euro.

Die Auktion beginnt am Samstag, dem 12. August 2006, um 16:00 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter www.lankes-auktionen.com.



Die nächste Lankes-Auktion findet im Frühjahr 2007 auf Schloss Döhlau statt. Interessenten können unter Tel. +49 (0) 9286 9 50 50 oder [email protected] Kontakt aufnehmen. Ansprechpartner sind Herr Lankes und Herr Zens, die auch für Katalogbestellungen zur Verfügung stehen. Einlieferungen und Anfragen für diese Auktionen sind jederzeit möglich.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Lankes-Auktionen


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