Lankes Klassiker–Auktion auf Schloß Döhlau 2004 - Rückblick

Heinz-Dieter Lankes kann zufrieden sein mit dem Ergebnis der 1. Lankes Klassiker–Auktion, die am 28. August 2004 auf Schloss Döhlau abgehalten wurde. Das in der Nähe von Hof gelegene Anwesen wurde an diesem Tage zur „Automobil-Metropole“. Natürlich sind die angebotenen Klassiker der Hauptbestandteil einer jeden Automobilauktion; doch für das richtige Ambiente können sie allein nicht sorgen. Über eine angemessene Kulisse für diese spezielle Auktion brauchten sich die zahlreich erschienen Gäste keine Gedanken machen – der Rittersaal des Schlosses bot die passende, stilvolle Umgebung. Heinz Dieter Lankes über die Auktion: „Spürbar war vor allem das Interesse an Automobilen der höheren Preisklasse. Für uns ein Grund mehr, die nächste Auktion schon im Frühjahr 2005 durchzuführen, da auch interessante Angebote nicht auf sich warten ließen.“

Interessante Automobile wurden allerdings schon bei dieser ersten Auktion angeboten. Allen voran ein roter Lagonda LG 45, Baujahr 1936. Dieser offene Sportstourer, mit der Chassis-Nummer LG45/20653 sorgte schon bei seiner Vorstellung auf der britischen Motorshow für Aufsehen. Dieser LG 45 hat im Rahmen einer Vollrestauration, durchgeführt von Alan Brown, einen originalen Austauschmotor gleichen Typs erhalten. Mit der englischen Nummer DGW 588 ist dieser Rennwagen gern gesehener Gast in Goodwood. Leider fand sich kein Käufer der bereit war, über die Reserve hinaus zu bieten.

Lankes Klassiker–Auktion auf Schloß Döhlau 2004 - RückblickLankes Klassiker–Auktion auf Schloß Döhlau 2004 - Rückblick

Einen Käufer hingegen hat ein wunderschöner 1966 gebauter Maserati Sebring 3700/II gefunden. Der Maserati ist einer von nur 98 gebauten dieser Sonderserie. Neben einer üppigen Ausstattung verfügt dieser Sebring über ein sehr extravagantes Extra, einen Philips Plattenspieler. Man kann dieses Auto also als den teuersten und schönsten Plattenspieler der Welt bezeichnen. Doch ohne Zweifel ist dieser Maserati die 50.000 Euro, die geboten wurden, mehr als wert. Bleiben wir in Italien und bei Maserati. Denn noch ein weiterer Vertreter der Marke mit dem Dreizack wurde bei Lankes versteigert: Ein Maserati Ghibli, Baujahr 1970. Dieser Klassiker reiht sich ein in die „Hall of Fame“ der Sportwagen aus den 60er und 70er Jahren, neben Lamborghini Miura und Ferrari Daytona. Der Ghibli fand für 32.000 Euro einen neuen Besitzer.

Unter den Erwartungen blieb ein sehr schöner, in der Farbe blutorange lackierter Porsche 911 T, gebaut 1970 aus erster Hand. Heutzutage ist es recht schwer, Porsche dieser Baujahre aus erster Hand zu finden. Zudem hat der neue Besitzer einen guten Kauf gemacht; dieser 911er wurde für 18.000 Euro verkauft. Ebenfalls verkauft wurden ein Rolls-Royce 25/30, Baujahr 1938 (45.000 Euro), ein 1955 gebauter MG 1500 TF (15.000 Euro) und weitere.

Warten wir aufs Frühjahr 2005, wenn das Schloss zu Döhlau wieder zur Automobil-Metropole wird.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Auktionshaus Lankes


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