Land Rover Freelander TD4_e

Die wachsende Beliebtheit der geländegängigen Mittelklassefahrzeuge sorgt dafür, dass die Hersteller den Kunden auch in Sachen Verbrauchsoptimierung nicht länger die kalte Schulter zeigen können. Erstmals im Offroad-Segment setzt nun auch Land Rover auf die im PKW-Sektor bekannte Start/Stopp-Technologie zur Begrenzung der Emissionen. Erstes Modell der groß angelegten Land Rover-Umweltoffensive, genannt e_Terrain Technologies, ist der ausschließlich mit Handschaltung lieferbare Land Rover Freelander TD4_e mit dem 152 PS starken 2,2-Liter-Dieselmotor. Ab Mai ist der E-Landy zum unveränderten Grundpreis von 29.900 Euro verfügbar.

Mit an Bord des Land Rover Freelander TD4_e ist eine kleine Taste mit der Aufschrift „eco“, die die Start/Stopp-Anlage auf Wunsch deaktiviert. Dies ist aber außer bei besonderen Bedingungen, wie etwa im Gelände oder im Anhängerbetrieb, nicht nötig, denn die Anlage arbeitet in der Praxis bestens. Wann immer der Freelander im dichten Stadtgewühl einen Moment steht, schaltet die Elektronik den Motor aus. Betätigt der Fahrer dann das Gas oder Kupplungspedal, springt das Aggregat ohne zu zögern wieder an und die Fahrt kann fortgesetzt werden.

Land Rover Freelander TD4_e Land Rover Freelander TD4_e

Dabei muss der Fahrer keine Einbußen in Sachen Komfort hinnehmen – dank einer ausgefeilten Elektronik unterbleibt das oftmals beim Abstellen von Dieselmotoren zu beobachtende Schütteln ebenso, wie eine kurzzeitige Unterbrechung der laufenden Navigation. Und sollte im Sommer bei abgestelltem Motor die zuvor gewählte Temperatur im Innenraum des Freelanders überschritten werden, wirft die Elektronik den Diesel und damit auch den Klimakompressor von selbst wieder an.

Bei nasskaltem Herbstwetter sorgt zudem eine elektrisch betriebene Wasserpumpe im Heizungskreislauf für anhaltend warme Füße und beschlagfreie Scheiben. All diese Vorgänge geschehen vollautomatisch und ohne Zutun des Fahrers, was die Bedienung des Systems erleichtert. Für den Fall, dass das System eine Störung, etwa einen zu geringen Ladestand der Fahrzeugbatterie erkennt, schaltet sich die Start/Stopp-Anlage selbstständig aus.

Land Rover Freelander TD4_e Land Rover Freelander TD4_e

Aber auch um die Haltbarkeit der mechanischen Komponenten hat man sich beim Freelander TD4-e gesorgt. So sollen ein verstärkter Anlasser, eine modifizierte Batterie und eine verbesserte Schwungscheibe einen problemlosen Betrieb der Anlage über die gesamte Fahrzeuglebensdauer sichern.

Lohn der Mühe ist ein je nach Einsatzgebiet auf 179 g/km reduzierter Co²-Ausstoß und ein bis zu 20% geringerer Verbrauch bei einem hohen Anteil an Fahrten im Stadtverkehr. Damit konsumiert der Land Rover Freelander TD4_e im Mittel mit 6,7 Liter auf 100 km immerhin 0,8 Liter Diesel weniger (rund 11%) als sein Vorgänger.

Land Rover Freelander TD4_e Land Rover Freelander TD4_e

Bleibt nur zu hoffen, dass sich Land Rover in Sachen e_Terrain Technologies auch bei seiner durstigen Oberklasse auf den Pfad der Tugend begibt.

Text: Sven Jürisch
Fotos: Jan-Christian Richter


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