Jim Clark Revival 2006 – Rückblick

Hochspannung und Breitensport aus dem Geschichtsbuch gab es vier Tage lang beim Jim Clark Revival auf dem Hockenheimring zu genießen. Der 2. Internationale Historic Grand Prix, der in Erinnerung an den schottischen Lotus-Fahrer Jim Clark veranstaltet wird, lockte über 350 Piloten und mit ihnen Formelrennwagen, Sportprototypen und Tourenwagen an den Start. Abseits des Motorsports wurde zudem ein „Deutscher Rekord“ für die längste Oldtimer-Schlange aufgestellt.

In 18 Rennen mit Teilnehmern aus 28 Nationen bot das Jim Clark Revival von der Formel Junior über klassische GT-Fahrzeuge und Tourenwagen – für diese Kategorien wurden Wertungsläufe zu den offiziellen Meisterschaften der FIA ausgetragen – den hubraumstarken Supersports mit teilweise über acht Litern Hubraum, historischen Formel 2- und Formel 1-Rennwagen bis hin zu den Meisterschaftsläufen des aktuellen Recaro Formel 3 Cups (Sieger: Joey Foster und Nico Hülkenberg) packenden Motorsport.

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Die beeindruckendste Vorstellung des gesamten Wochenendes bot dabei der Schweizer Urs Eberhardt, der passend zur Erinnerung an Jim Clark, der am 7. April 1968 bei einem Formel-2-Rennen in Hockenheim tödlich verunglückt war, in einem Lotus 27 eine sensationelle Aufholjagd zeigte: In der ersten Runde von einem Konkurrenten unsanft neben die Strecke befördert, reihte er sich auf Platz 16 wieder ein und überholte danach alle Konkurrenten, um sich doch noch überlegen den Sieg zu sichern.

Die schnellste Rennrunde des Wochenendes fuhr Christian Gläsel in einem Brabham BT49D in 1.37,770 min. Der Deutsche gewann mit seinem Ex-Riccardo-Patrese-Wagen auch das Rennen der historischen Grand Prix-Fahrzeuge der Siebziger- und Achtziger-Jahre.

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Dass seit Erfindung des Motorsports schöne Frauen mit zum Renngeschehen gehören wie Benzin in die Tanks der Rennboliden, zeigte an diesem Wochenende das Modelabel Orwell mit einer brisanten Modenschau. Und während die Models im Motorsportdress von Morgen posierten, ging Initiator Gerd Wünsch mit seinem rot-silber-karierten Supersport (Startnummer 4) im Supersportcup an den Start.

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Und neben all dem durften sich auch die Zuschauer beteiligen und nutzten wie viele Markenclubs die Gelegenheit, am Samstagabend den Weltrekordversuch des längsten rollenden Automobilmuseums auf dem Asphalt des Hockenheimrings zu unterstützen. Exakt reihten sich 613 Klassiker von Alfa Romeo bis Zagato auf. Für einen Eintrag ins Guinness Book of World Records wären allerdings 988 Fahrzeuge nötig gewesen. So blieb es bei einem deutschen Rekord.

Fazit: Obwohl das Jim Clark Revival noch auf jungen Füßen steht, war die diesjährige Ausgabe unglaublich erfolgreich und lässt einen mit Spannung auf die letzte Aprilwoche 2007 warten. Dann feiert das Jim Clark Revival zu Ehren des 70. Geburtstags des Hockenheim Rings mit einer kompletten Jim Clark „Race Week“. Mehr dazu finden Sie unter www.jimclark-revival.com.

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Text: Classic Driver
Fotos: Nanette Schärf ([email protected])


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