Jaguar in Goodwood: Just Vrooom!

Der schnellste Mann der Welt, die schnellste Raubkatze aller Zeiten und eine rasante Goodwood-Edition des XKR: Beim Festival of Speed 2009 präsentierte sich Jaguar so sportlich wie selten.

Für Jaguar haben die Proben zum diesjährigen Festival of Speed bereits im letzten Herbst begonnen: Auf den Salzseen von Bonneville, Utah, hatte ein Prototyp des neuen Jaguar XFR mit 364 km/h einen markeninternen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Am vergangenen Wochenende war der schnellste Jaguar aller Zeiten dann erstmals beim Hillclimb in Goodwood zu sehen. Doch damit nicht genug: Das Steuer des Rekordwagens hielt Sir Andy Green – seines Zeichens Staffelkommandant der Royal Air Force, Landgeschwindigkeitsrekordhalter und offiziell der „schnellste Mann auf Erden“. Green hatte im Jahr 1997 als erster Mensch mit einem Landfahrzeug (genauer: einem Thrust SSC) die Schallmauer gebrochen und steht seitdem mit einem Top-Speed von 1227,99 km/h im Guinness-Buch der Rekorde.

Jaguar in Goodwood: Just Vrooom! Jaguar in Goodwood: Just Vrooom!

Nach dem Hillclimb war Green die Begeisterung deutlich anzumerken: „Beim Festival of Speed mitzufahren ist immer ein Nervenkitzel – vor allem, wenn man ein vernünftiges Auto fahren darf. Mir hat die Fahrt im Bonneville-Jaguar viel Freude gebracht und ich denke, das Publikum hatte auch seinen Spaß. Um solche Autos in Aktion zu sehen, kommt man schließlich nach Goodwood. Ich würde jetzt allerdings auch gerne noch die Strecke in Bonneville ausprobieren.“ Diese Erfahrung hat Paul Gentilozzi bereits hinter sich: Der Rennfahrer und Besitzer des Rennstalls Rocketsports Racing saß bei der Rekordfahrt in Utah am Steuer – und war auch in Goodwood mit von der Partie. „In meiner Karriere habe ich von der Südspitze Neuseelands bis nach Le Mans so ziemlich jedes internationale Rennen mitgemacht und dabei auch viele spannende Rennwagen erlebt – aber keiner war im High-Speed-Bereich so beeindruckend wie dieser Jaguar XFR.“

Rocketsports Racing wird in diesem und im kommenden Jahr mit einem Jaguar XKR in der GT2-Klasse der American Le Mans Series mitfahren. Der ALMS-Rennwagen war zwar beim Festival of Speed nicht vor Ort, dafür wurde eine andere rasante Variante des Performace-Coupés erstmals dem Publikum präsentiert: Eigens für den Auftritt in Goodwood hatten die Techniker den XKR rennstreckentauglich gemacht. Der serienmäßige 5,0-Liter-V8-Kompressormotor wurde deutlich härter abgestimmt, das maximale Drehmoment von 625 Nm auf 700 Nm erhöht und die Leistung von 510 PS auf 530 PS gesteigert. Die Beschleunigung der exklusiven, limonengrün lackierten Goodwood-Edition liegt – so Chefingenieur David Cross, der die Ehre des ersten Hillclimbs hatte – bei 4,2 Sekunden. Auch der Motorsound wurde für das Speedfest eine Stufe härter gespielt als gewöhnlich – weder das Publikum noch der Gastgeber Lord March werden sich daran gestört haben.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Jaguar


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