IWC Portugieser Yacht Club: Chrono hart am Wind

IWC Portugieser Yacht Club: Chrono hart am Wind

In luftigen Höhen und den Tiefen der Meere ist die Uhrenmarke IWC schon seit längerem zu Hause. Mit dem neuen Portugieser Yacht Club Chrono Volvo Ocean Race engagiert sich die Schaffhauser Manufaktur nun auch im professionellen Segelsport.

Und das gleich zweifach: Einmal als offizieller Zeitnehmer des extrem harten Volvo Ocean Race rund um den Globus. Und auch als Sponsor des hart am Wind segelnden Abu Dhabi Sailing Teams. Selbstverständlich wird die für ihre maskulinen Zeitmesser berühmte Marke beide Engagements strikt trennen und sich neutral verhalten, dafür verbürgt sich IWC-Chef Georges Kern höchstpersönlich.

Mit dem Portugieser Yacht Club Chronograph Volvo Ocean Race 2011–2012 haben die Designer, Techniker und Uhrmacher einen sportiven Stopper aus der Taufe gehoben. Zu seinen Besonderheiten gehört neben einem Titangehäuse und einem Zifferblatt aus Karbon auch das tickende Innenleben aus eigener Manufaktur. Das Automatikkaliber 89361 zeigt sich durch den Glasboden. Sein Schwermetallrotor liefert Energie in beiden Drehrichtungen, sorgt so für volle Betankung und verleiht der Zugfeder genügend Kraft für eine Gangautonomie von 68 Stunden. Der integrierte Chronographenmechanismus verkörpert einen Mix aus Tradition und Moderne.

Doch auch technisch hat der neue IWC-Chrono einiges zu bieten: Ein neuartiges Chrono-Zentrumsrad mit 240 Zähnen eliminiert den berüchtigten Startsprung des Chronographenzeigers weitgehend. Die Glycydur-Unruh vollzieht stündlich 28.800 Halbschwingungen. Ergo stoppt der Chronograph mit konzentrisch angeordneten Totalisatoren unterhalb der „12“ auf die Achtelsekunde genau. Natürlich haben die Produktgestalter auch an einen Regatta-Countdown-Timer gedacht. Bei genauem Hinschauen ist er sehr dezent unterhalb der „12“ zu entdecken. Der Grund für diesen zurückhaltenden Auftritt: Segelprofis kommen locker ohne aus. Sie vertrauen beim alles entscheidenden Regattastart auf große, direkt im Blickfeld montierte Digital-Displays. Aber es gibt ja auch ein Après-Yachting. Und da dürfte die neue IWC reichlich Aufmerksamkeit erregen.

Text: Gisbert L. Brunner
Fotos: IWC