Hattrick bei der 19. Kitzbüheler Alpenrallye

Hattrick für Peter Denzel und Dr. Peter Schaup auf einem Denzel 1500 bei der Kitzbüheler Alpenrallye. Das eingespielte Wiener Rallyeteam sicherte sich zum dritten Mal in Folge den Pokal der Sieger dieser traditionsreichen Klassik-Rallye.

Kaum zu glauben – aber das Ergebnis der Kitzbüheler Alpenrallye 2006 entspricht exakt jenem vom Vorjahr: Peter Denzel und Peter Schaup wie gewohnt auf dem Ersten Platz, vor Hannes Stieger und Heinz Swoboda gefolgt von Leopold und Renate Umshaus. Nur wenige Zehntelsekunden trennten letztendlich die drei besten Teams, die sich mit einem respektablen Abstand vor der Konkurrenz die Plätze auf dem Podium sicherten.

Die Kitzbüheler Alpenrallye 2006 ist Geschichte – und trotz des teils unfreundlichen Wetters war die Veranstaltung für Teilnehmer und Zuschauer ein Erlebnis – wenn auch bisweilen ein frostiges. Mit Regenschauern, Sturmböen und Schnee auf den Bergen wurden vor allem die Mannschaften der offenen Vorkriegsklassiker auf der großen Schleife durch Tirol, Salzburg und Bayern am Freitag auf eine harte Probe gestellt. Das Wetter schlug solche Kapriolen, dass vernünftigerweise die Bergetappe auf den Großglockner abgesagt werden musste. Am Samstag hatte der Wettergott endlich ein Einsehen mit den Piloten und belohnte die Teams mit trockenem Wetter und mit ein paar vereinzelten Sonnenstrahlen für die Strapazen der ersten Tage. Und so wurde die malerische Runde durch das Brixental und der abschließende Concours d’Elegance in der Kitzbüheler Innenstadt ein Erlebnis für alle – sowohl für die Teilnehmer als auch für die zahlreich erschienen Zuschauer.

Hattrick bei der 19. Kitzbüheler AlpenrallyeHattrick bei der 19. Kitzbüheler Alpenrallye

Einige prominente Namen auf der Starterliste verliehen der 19. Kitzbüheler Alpenrallye besonderes Flair: „24“ Schauspieler Roger Cross navigierte seinen Piloten Richard Charlesworth im offenen, 1929 gebauten Bentley Blower über die Alpenstraßen. Allerdings hatte das „Hollywood-Team“ mit vereisten Vergasern zu kämpfen, aber die beiden verloren nicht ihren Humor: „That’s racing“. Ebenfalls mit dabei: Renn-As Hans-Joachim „Striezel“ Stuck, Ski-Olympiasieger Ernst Hinterseer mit Beifahrer Gerhart Lippert („Bergdoktor“), Bob-Olympiasieger Christoph Langen, den Renn-Oldies Sepp Greger (der frühere Bergkönig war mit 91 Jahren zugleich auch ältester Teilnehmer) und Eberhard Mahle, Schauspielerin Katerina Jacob und TV-Kommissar Erol Sander.

Klassische Automobile der Baujahre 1909 bis 1976 bildeten einen reizvollen Kontrast zu den verträumten Alpenstraßen vor teils verschneiten Gipfeln – vom ältesten Fahrzeug (ein De Tamble, Baujahr 1909), über Rennsportwagen der Vorkriegszeit (Mercedes SSK, Bentley Blower und Speed 6, Bugatti T 14 und T 37, BMW 319 und 328, Alfa Romeo 6c 1750 SS, Riley Sport, Lagonda Le Mans), elegante Sportwagen und Limousinen der großen Marken wie Jaguar, Ferrari, Porsche, Maserati, Lancia, BMW, Austin Healey, Mercedes-Benz bis zu den kraftstrotzenden Sportwagen der jüngeren Vergangenheit wie Porsche RS und Turbo, Jensen Interceptor FF, Lancia Stratos und Ferrari Dino 246 GT reichte die Palette der automobilen Raritäten bei der 19. Alpenrallye, dem rollenden Automobilmuseum der Alpen.

Weitere Informationen zur Kitzbüheler Alpenrallye finden Sie unter www.alpenrallye.at.

Text: Classic Driver
Fotos: Albin Ritsch


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