Hamann verleiht dem Porsche 911 GT3 Flügel(türen)

Hüttisheim, 19. März 2003 – Seit September 2002 veredelt Hamann neben BMW, Ferrari, Mini und Range Rover auch die aktuellen Porsche-Modelle und bietet dabei nicht nur klassisches Tuning für Motor, Karosserie, Fahrwerk und Interieur an, sondern verleiht auch im wahrsten Sinne des Wortes Flügel.

Die Türen des Porsche schwenken an einem außen liegenden Edelstahlscharnier oberhalb des Außenspiegels auf und werden von speziellen Gasdruckstoßdämpfern in Position gehalten. Das Sondermodell Hamann San Diego Express (Bild unten), das komplett 239.000 Euro kostet, entstand auf der Basis des Porsche 911 GT3. Doch der Flügeltüren-Umbau ist nicht nur dem Sondermodell vorbehalten: Alle 911 Carrera und Turbo der Modellreihe 996 können auf die Hamann-Flügeltüren umgerüstet werden.

Das Modell Hamann San Diego Express wird optisch zusätzlich durch das sportlich gestylte Aerodynamikprogramm und die Sonderlackierung in Liquidsilber-Metallic geprägt. Die Speziallackierung wechselt ihren Farbton abhängig von der Sonneneinstrahlung.

Die vergrößerten Radhäuser bieten Platz für extremes Reifenkaliber: An der Hinterachse werden mehrteilige Leichtmetallräder der Dimension 13Jx19 mit 315/25 ZR 19 Reifen gefahren. In den serienmäßig belassenen vorderen Kotflügeln finden 9Jx19 Räder mit 235/35 ZR 19 Reifen Platz.

Das in Höhe und Dämpfung verstellbare Gewindesportfahrwerk und die stärkeren Sportstabilisatoren, sind speziell auf die 19 Zoll Rad/Reifen-Kombination abgestimmt und reduzieren die ohnehin geringe Seitenneigung des Porsche noch zusätzlich. Damit ist der Hamann San Diego Express auch für den auf 412 PS veredelten Motor des GT3 optimal präpariert. Mit dieser „Leistungskur“ spurtet der Porsche aus dem Stand in 4,5 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 305 km/h.

Die Motorleistung und die Fahreigenschaften sind sicher beeindruckend. Die gewagten Flügeltüren lassen vermuten, dass Hamann als Vertriebsschwerpunkt nicht den mitteleuropäischen Understatement-Markt anstrebt, sondern andere Länder, in denen solche „Showcars“ zweifellos gefragter sind.

Text: Jan Richter
Fotos: Hamann Motorsport