Gooding Auktion in Pebble Beach 2010

David Goodings Auktion in Pebble Beach gilt seit jeher als großes Finale der Monterey Week. Auch in diesem Jahr hat das Auktionshaus einige außergewöhnliche Automobile zusammen getragen: So kommen am 14. und 15. August unter anderem Raritäten der Marken Mercedes-Benz, Ferrari und Maserati zum Aufruf.

Obwohl Gooding & Company für die große Sommerauktion noch Automobile annimmt, wurden in dieser Woche schon einige „Early Entries“ bekannt gegeben. Ein Star der Auktion wird sicherlich der Mercedes-Benz S Boattail Speedster von 1927 aus dem Vorbesitz der Marx Brothers. Der einzigartige, in eine dramatische Murphy-Karosserie gekleidete Speedster dürfte Cineasten aus dem Hollywood-Film „Sylvia Scarlett“ bekannt sein, wo er neben Katherine Hepbourne und Cary Grant zu bewundern war. Seinen eigentlichen Ruhm verdankt der Vorkriegs-Benz allerdings einer abenteuerlichen Wette zwischen seinem Besitzer Zeppo Marx und Phil Berg, dem Manager von Clark Gable und Gary Cooper. Marx wettete, der Mercedes werde beim Beschleunigungsduell auf einem trockenen See im Osten von Los Angeles gegen Bergs Duesenberg Model J gewinnen. Obwohl das Spektakel von zahlreichen Hollywood-Stars vor Ort verfolgt wurde, ist leider nicht überliefert, ob der Speedster tatsächlich gewann. Der seltene Mercedes hat sein gesamtes Leben in Kalifornien verbracht und trägt noch heute seine schwarz-gelben Fünfzigerjahre-Kennzeichen. Er kommt zum ersten Mal bei einer Auktion zum Aufruf.

Gooding Auktion in Pebble Beach 2010 Gooding Auktion in Pebble Beach 2010

Nicht weniger beeindruckend scheint die rohe Metallkarosserie des Maserati 200 SI von 1956, der ebenfalls in Pebble Beach versteigert wird. Der Rennwagen wurde von legendären Fahrern wie Sir Stirling Moss, Jean Behra und Piero Taruffi pilotiert – und eignet sich ideal für einen großen Rennauftritt bei der Mille Miglia Storica, der Le Mans Classic oder dem Goodwood Revival. Der Ferrari 340 America mit Vignale-Karosserie von 1951 war dagegen zu seiner Zeit nur als Straßensportwagen im Einsatz, was ambitionierte Rennfahrer von heute freilich nicht davon abhalten sollte, mit dem knallgelben Roadster im historischen Motorsport zu starten. Sein Debüt erlebte der Ferrari bei der New York Auto Show im Jahr 1952 und wurde von seinem letzten Besitzer nicht nur bei der Mille Miglia und den Laguna Seca Historics, sondern auch beim Concours d’Elegance in Pebble Beach präsentiert.

Zu den Schätzpreisen gibt Gooding & Company bisher nur auf Anfrage Auskunft. Weitere Informationen finden Sie unter www.goodingco.com.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Gooding & Company


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