German Best of Classic-Cup: Das Finale

Der Höhepunkt der Oldtimer-Saison. Nach einem erfüllten Sommer fand am letzten Oktober-Wochenende mit dem German Best of Classic-Cup in Speyer der vorläufige Jahresabschluss statt. Die Besten aus fünf Rallyes trafen sich, um in einer 135 km langen Gleichmäßigkeitsfahrt ihr Können als „primes inter pares“ zu testen. Die German Best of Classics fanden nun zum zweiten Mal statt und wurden von Karlheinz Schott und Peter Bohnengel organisiert.

33 Teilnehmer hatten sich am Samstag, 26. Oktober 2002, zum Finallauf eingefunden. Wer bei dem German best of Classic Cup den Gesamtsieg erringen wollte, musste bei fünf Rallyes - Bavaria Historic, Heidelberg Historic, Württembergische Classic, ADAC-Rallye Stuttgart Historic und Sachs-Franken-Classic - Punkte einfahren. Der Start erfolgte am Technik-Museum in Speyer. Dort fand auch die wohl weltweit einmalig abgehaltene Papierabnahme sowie die Fahrbesprechung im ca. zehn Meter hohen Frachtraum einer „Antonov“, eines der größten Transportflugzeuge der Welt, statt. Mittags begann es pünktlich zum ersten Lauf kräftig zu regnen. Der erste Teilnehmer startete auf einem abgesteckten Rundkurs innerhalb des Museumsgeländes. Nächste Station war eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf einer Kartbahn in Liedolsheim bei Bruchsal. Die Fahrbahn war aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters sehr rutschig geworden. Folglich drehten sich diverse Fahrzeuge in den Kurven, so dass sich die Teilnehmer für eine vorsichtige Fahrweise entschlossen.

Vor der nächsten Sonderprüfung auf dem „Hockenheimring Baden-Württemberg“ folgte zunächst eine Pause im Winzerhof in Rauenberg. Jeder Teilnehmer musste anschließend fünf Runden möglichst gleichmäßig absolvieren, um zur nächsten Prüfung antreten zu können. Doch in Anbetracht des Regens wollte man eigentlich so rasch wie möglich die durchnässte Kleidung wechseln. Gesellschaftlicher Abschluss des Oldtimertages bildeten ein Sektempfang im Willhelmsbau des Museums, sowie eine Besichtigung einer der größten Sammlungen mechanischer Musikinstrumente und zahlreichen historischen Uniformen. Fachkundige Erläuterungen nahm Museumsdirektor Hermann Layher, der an der Rallye mit einem Mercedes 300SL teilnahm, vor. Am Abend folgte die Siegerehrung, bei der für die ersten drei Platzierungen des Finallaufes um den Preis der Württembergischen Versicherung AG Bar-Schecks in Höhe von 1.500, 1.000 und 500 Euro durch Thomas Schäfer überreicht wurden.

German Best of Classic-Cup: Das Finale Mit dem 2. German Best of Classic-Cup haben Karlheinz Schott und Peter Bohnengel eine eindrucksvolle Veranstaltung für den Zirkel der Oldtimer-Enthusiasten in Deutschland etabliert. Ihr rasches Reagieren auf Anregungen der Teilnehmer fand allgemeine Zustimmung und Anerkennung. Für den nächsten Finallauf Ende 2003 wird wohl ein überarbeitetes Punktesystem zugrunde gelegt.
Im Bild zu sehen (von links): Peter Monshausen (Porsche 356, Bj. 1964), Thomas Schäfer (Württembergische Versicherung), Klaus Förster (Porsche 356, Bj. 1964), Wolfgang Stracke (Daimler Benz 280SE Coupé, Bj. 1970), Otto Tönges (Jaguar SS100) und Peter Bohnengel (Mitorganisator)

Platzierungen – German Best of Classic-Cup
Gesamtsieger aller fünf Wertungsläufe: Otto Tönges (Göttingen), Peter Monshausen (Leichlingen) und Klaus Förster (Aachen) mit jeweils 43 Punkten.

Gesamtsieger der Beifahrerwertung: Adolf Prieur (Hardegsen) und Bernd Wüsten (Remscheid) mit jeweils 43 Punkten.

Gesamtsieger der Teamwertung: Otto Tönges/Adolf Prieur (Jaguar SS 100) und Peter Monshausen/Bernd Wüsten (Porsche 356) mit jeweils 43 Punkten. Auf Platz drei folgten Dirk Gärtner/Ralf Kern (Porsche 356 C) mit 42 Punkten.

Die punktgleichen Erstplatzierten dürfen im kommenden Jahr bei drei Läufen zum Oldtimer-Cup „German Best of Classic“ startgeldfrei teilnehmen.

Sieger im Finallauf: Schorsch Münch/Frank Leinfelder (Unterhaching) mit einem Porsche 356 Speedster. Sie erhielten 1500 Euro Preisgeld.

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Vorschau – German Best of Classic-Cup 2003
Der Oldtimer-Cup hat sich bereits im zweiten Jahr seines Bestehens bestens etabliert. Mit guter Organisation, landschaftlichen Schönheiten, Empfängen in historischen Städten und einem gelungenen Mix aus sportlicher Herausforderung und nostalgischer Beschaulichkeit, zogen die fünf deutschen Oldtimer-Topveranstaltungen Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik und zunehmend auch aus den Nachbarländern an. 2003 wird der German Best of Classic-Cup zum dritten Mal ausgetragen.

Es wird dabei einige Veränderungen geben – Um den Teilnehmern eine größere Auswahl für die Teilnahme an Prädikatsveranstaltungen zu geben, werden im Jahre 2003 sieben Veranstaltungen zum German Best of Classic Cup gewertet, von denen später die zwei schwächsten Rennergebnisse gestrichen werden. Es wird weiter eine eigene Wertung für Vorkriegsfahrzeuge geben. Außerdem ist für die Teilnahme am Cup 2003 eine Einschreibung bis spätestens 31. Januar 2003 erforderlich.

Weitere Informationen über den German Best of Classic-Cup erhalten sie hier.

Lesen Sie dazu ein Interview mit Organisator Karlheinz Schott.
Text/Fotos: Bernd Quaas