Gerhard Mitter: Rennfahrer im Porträt

Der Rennwagenlauf beim diesjährigen BOSCH Stadt-Grand-Prix in Gerlingen ist nach einem Mann benannt, der vor vierzig Jahren einer der besten Rennfahrer in Deutschland war: Gerhard Mitter.



Einige Gerlinger dürften sich auch noch daran erinnern, dass der Leonberger eine Lehre bei der Firma Otto Stirner in der Kronengasse absolvierte. Es war zu dieser Zeit, als er sich eine NSU Fox renntauglich bastelte und damit heimlich bei Wettbewerben startete. Als der Vater dahinter kam, war er bereits erfolgreicher Ausweisfahrer. Und so begann eine steile Karriere, die bis in die Formel 1 reichte. Seine Zweitakt-Kenntnisse nutzte Gerhard Mitter 1959 zum Aufbau eines eigenen Formel Junior - Rennwagens auf DKW-Basis. Später wechselte er auf Lotus und wurde von Porsche entdeckt, wo er als Werksfahrer zahlreiche Langstreckenerfolge und drei Europameistertitel erringen konnte. 1969 ließ er als BMW-Werksfahrer sein Leben beim Training zum Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring.

Beim BOSCH Stadt-Grand-Prix in Gerlingen sind mit der NSU Rennfox und dem Mitter-DKW-Rennwagen nicht nur die frühen Rennfahrzeuge des Leonbergers zu sehen, sondern werden auch standesgemäß pilotiert vom Sohn gleichen Namens, der heute in Böblingen eine Motorrad-Werkstatt betreibt.

Weitere Informationen zum BOSCH Stadt-Grand-Prix finden Sie auf der Internetseite der Rallye Solitude: solitude-rennen.de