Genfer Salon 2012: Audi RS 4 Avant

Genfer Salon 2012: Audi RS 4 Avant

Nachschub aus Neckarsulm: Auf Basis der modellgepflegten A4-Baureihe liefert die Quattro GmbH nun den bärenstarken Audi RS 4 Avant. Im Gegensatz zum S-Modell wird der RS 4 weiterhin von einem V8-Saugmotor angetrieben, der runde 450 PS bei 8.250 Touren leistet.

Während der aktuelle Downsizing-Trend dem Audi S4 bereits einen Sechszylinder-Turbomotor statt des vorigen Achtzylinders beschert hat, schöpft der RS 4 weiterhin aus dem Vollen: das 4,2-Liter-V8-Triebwerk schiebt den Kombi ganz ohne Turboaufladung mit maximalen 450 PS bei 8.250 Touren nach vorn. Auch das Drehmoment ist mit maximalen 430 Nm üppig ausgelegt. In Verbindung mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Quattro- Allradantrieb, der mit 40:60 leicht hecklastig ausgelegt ist, erreicht der RS 4 Avant in 4,7 Sekunden Tempo 100. Für eventuelle Traktionsprobleme können bis zu 85 Prozent der Kraft nach hinten geleitet werden. Optional sind ein Sportdifferenzial für die Hinterachse sowie die Dynamiklenkung mit variabler Übersetzung zu haben. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt, kann aber auf Wunsch auf 280 km/h angehoben werden. Den Durchschnittsverbrauch gibt der Hersteller mit unter elf Litern auf 100 Kilometern an.

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Äußerlich erbt der neue Audi RS 4 Avant die kantigen, ausgestellten Radhäuser des großen Bruders RS 6, die in Anlehnung an den legendären Audi Quattro/Sport Quattro gehalten sind. Die Front des RS 4 ist geprägt durch einen anthrazitfarbenen Kühlergrill mit matter Alu-Umrandung, eine ebenfalls markante Frontstoßstange mit großen Lufteinlässen sowie Außenspiegelkappen in Aluminium-Optik. Am Heck prangen eine sauber abschließende, zweiflutige Abgasanlage und ein Diffusor. Den Innenraum werten Zierelemente aus Karbon, Aluminium-Armaturen, ergonomische Sportsitze und das unten abgeflachte Audi-Sportlenkrad mit perforiertem Leder ab.

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Die neue Auflage ist bereits die dritte Generation des schnellen Mittelklassekombis aus Neckarsulm. Beim Debüt 1999 sorgte ein V6-Benziner mit 381 PS für sportwagenartige Fahrleistungen bei dem optisch eher biederen Familienauto. In der zweiten Generation kam dann erstmals ein V8-Antrieb mit 420 PS zum Einsatz. Die Auslieferung der dritten Generation startet im Herbst 2012. Interessenten müssen mindestens 76.600 Euro investieren – 1.100 Euro weniger als für das RS 5 Coupé. Einziger echter Konkurrent des RS 4 Avant ist zurzeit der Mercedes C 63 AMG als T-Modell mit 457 PS zu Preisen ab 73.889 Euro.

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Text: Jan Richter
Fotos: Audi