Genf Travel Guide 2010

So sieht er aus, der Jahresbeginn für Stilverehrer: Erst zeigen die Schönen und Hungrigen der Modelbranche zwischen Berlin- und New York-Fashion Week, was sich die Dame von Morgen um Hals und Hüften schlingen wird, dann defilieren auf dem Genfer Salon die elegantesten Konzepte aus den Königshäusern des europäischen Automobils. Am 4. März öffnete in diesem Jahr der 80. Internationale Automobilsalon seine Tore und bündelt für rund zwei Wochen die Blicke der Automobilwelt auf die Stadt am Lac Leman, die sonst eher als Uhrenmetropole und Sitz der großen Organisationen wie UNO, WHO, ITU und WIPO von sich Reden macht.

Der Classic Driver Travel Guide empfiehlt die schönsten Hotels, Restaurants und Aktivitäten in Genf:

Where To Stay

Beau Rivage

Das Hotel Beau Rivage ist die „Grande Dame“ der Genfer Hotellerie rund um den Lac Léman. Bereits 1865 eröffnete Jean-Jacques Mayer, der Urgroßvater des heutigen CEO Jacques Mayer, das Haus am schönen Ufer. Ein Aufenthalt im Beau Rivage ist immer auch eine Zeitreise. Denn die mondän eingerichteten Zimmer sind Orte geschichtsträchtiger Augenblicke – frohe wie tragische. Das Haus war und ist ein beliebtes Refugium für Prominenz aus Kultur, Politik und Wirtschaft.

www.beau-rivage.ch
Le Richemond

Das Hotel Le Richemond gehört seit 1875 zu den ersten Häusern der Stadt. Im September 2007 wurde das mittlerweile zur Rocco Forte Collection gehörende Haus, nach einer 21-monatigen Renovierung, wieder eröffnet. Das Fünf-Sterne-Hotel liegt am berühmten Jardin Brunswick und bietet einen herrlichen Blick über die Alpen, den Genfer See und die Kathedrale in der Altstadt. Ganz im Stil der Rocco Forte Collection findet der Gast modernes und zeitgenössisches Design kombiniert mit traditioneller Eleganz.

www.lerichemond.com
Hotel Président Wilson

Vom Hotel Président Wilson hat man einen einmaligen Blick auf die Alpen und den Mont Blanc. Das Haus liegt nur wenige Schritte vom Genfer See entfernt. Besonders beliebt bei Prominenten und Politikern ist die Imperial Suite – eines der weltweit luxuriösesten, sichersten und gleichzeitig kostspieligsten „Hotelzimmer“. Wer auf einen Privataufzug, kugelsichere Scheiben, endlose Schlaf- und Badezimmer sowie einen Speisesaal für 26 Gäste verzichten möchte, findet auch in den übrigen Zimmern einen Mix aus Klassik und Moderne. Zum Hotel gehört auch das Restaurant Arabesque. Hier genießt man die feinste libanesische Küche in ganz Genf.

www.hotelpwilson.com
Hotel Mandarin Oriental Genf

Das Mandarin Oriental in Genf liegt in zentraler Lage direkt am Ufer der Rhone. Inmitten der exklusiven Einkaufsstraßen und dem Banken- und Geschäftsviertel. Highlight des Hauses sind die sieben neuen Junior-Terrassen-Suiten im Obergeschoss, von denen man einen Blick auf den Montblanc hat. Für genussvolle indische Küche sorgt das Team des „Rasoi by Vineet“. Die zeitgenössische Interpretation der indischen Küche beeindruckte auch die Tester des Guide Michelin, so dass man dem Restaurant einen der begehrten Sterne verlieh.

www.mandarinoriental.de
La Réserve

Eines der elegantesten Häuser in der gesamten französischen Schweiz ist das im Herzen eines vier Hektar großen Parks am Ufer des Genfersees gelegene La Réserve. Seitdem der von Miami bis Beirut verehrte Interior-Designer Jaques Garcia dem mystischsten aller Genfer Etablissements einen frischen Wind eingehaucht hat, trifft sich hier die internationale Stil-Elite. Freunde des Pariser Hôtel Costes werden das elegante La Réserve für seinen bewussten Bruch mit den austauschbaren Luxus-Konventionen anderer Hotels lieben; der Rest der anspruchsvollen Besucher erfreut sich an einem Spaziergang zwischen den Tierfiguren im Park und natürlich dem einzigartigen Spa mit ausladenden Aquabereichen und Wellnessbar.

www.lareserve.ch

Going Out...

Café des Bains

In einer ehemaligen Buchhandlung im Trendviertel Plainpalais liegt das Café des Bains – ein simples und doch einzigartiges Designkonzept, in dem die neuesten Modetrends aus London, Madrid und Lissabon in der Luft zuschweben scheinen. Die Architekten Charles Pictet und François Frey haben eine moderne und doch warme Atmosphäre geschaffen, in der man einen mittaglichen Hungerschub mit leichtem Fusion-Food und dem neuesten aus der World Cuisine auf delikate Weise entgegenwirken kann. Nach dem Essen nimmt man noch einen Café an der Bar, die sich nach Einbruch der Dunkelheit in einen der Szenetreffs der jungen Genfer verwandelt.

www.cafedesbains.com
BG Café

Wer die Mittagszeit zum Shoppen nutzen und trotzdem nicht den Hungertod ins Auge blicken möchte, findet bei Bon Génie Grieder alle nur erdenklichen Produkte unter einem Dach und kann bei einem Salat, einem Tramezzino oder einem exzellenten Molleux au Chocolat im BG Café die neuerstandenen Kostbarkeiten oder die – oftmals – attraktiven Tischnachbarinnen bewundern.

www.bongenie-grieder.ch
Brasserie Lipp

Wer zum Lunch die klassische Pariser Variante bevorzugt, findet in der Brasserie Lipp eine gute Adresse. Falls man zu den typischen Gerichten von Austern über die exzellenten Miesmuscheln bis zum Filet de boeuf grillé gerne französische statt japanische und deutsche Gespräche belauschen möchte, sollte den Ober bei der Platzauswahl um einen Tisch außerhalb der Touristenzone bitten.

www.brasserie-lipp.com
Spice’s

Wer bereits im Le Président Wilson untergebracht ist und sein abendliches Essen mit asiatisch inspiriertem Fusion-Food und den neuesten Einrichtungstrends aus London und Paris bereichern will, findet im hauseigenen Designrestaurant Spice’s eine der angesagtesten Adressen am Genfersee.

www.hotelpwilson.com
Restaurant de l’Hotel de Ville Crissier

Wer für ein perfektes Dinner auch gerne ein paar Kilometer mehr zurücklegt, sollte unbedingt Philippe Rochats Restaurant de l’Hotel de Ville Crissier bei Lausanne besuchen, der als Nachfolger von Frédy Girardet ein straff organisiertes Gourmet-Paradies mit rund 50 Mitarbeitern aufgebaut hat. Capuccino glaçé de champignons sauvages mit Baguettes croustillantes à la fleur de sel, bretonischer Hummer auf Zucchini, rosafarbenes Kalbsfilet in Balsamico, Froschschenkel mit Artischocken – höher kann man das Niveau der Haute Cuisine kaum heben.

www.philipperochat.ch

Text: Jan Baedeker / J. Philip Rathgen
Fotos: Hotels & Restaurants



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