
Wie die Marken Riva und Boesch blickt auch Frauscher auf eine lange Tradition im Bootsbau zurück. Das jüngste Projekt der österreichischen Werft ist dem italienischen Rennboot-Piloten Dino Feltrinelli gewidmet. Lediglich neun Exemplare dieser außergewöhnlichen Variante der Frauscher 686 Lido werden die Hallen in Gmunden verlassen.
Dino Feltrinelli wurde am 12. Mai 1903 in eine waschechte Bootsbauer-Familie hineingeboren. Er erlernte das maritime Handwerk von seinem Vater. Technisch begabt entwickelte und baute Dino seine eigenen Speedboote, mit denen er später viele bekannte Bootsrennen gewann. Seit 25 Jahren verbindet die Familien Frauscher und Feltrinelli eine enge Freundschaft. Dieses besondere Verhältnis war die Grundlage der Idee, ein spezielles und außergewöhnliches Frauscher-Boot zu bauen.

Maßgelblich am Design des eleganten Neunsitzers beteiligt ist Anette Hinterwirth, die bereits für Minotti und Swarovski als Designerin tätig war. Eine von vielen kleinen praktischen Details an Bord der Frauscher ist der höhenverstellbare Tisch am Bug. Auf Knopfdruck wird er zum Unterbau für eine große Liegefläche oder verschwindet ganz im Boden. Eine Funktion, die dem Namenspaten besondere Freude bereitet haben dürfte, ist die bei hohem Tempo automatisch in die Höhe fahrende Windschutzscheibe.
Der schlanke Rumpf mit den breiten, verchromten Lufteinlässen am Heck zeugt von der sportlichen Ausrichtung des Daycrusiers. Für angemessenen Vortrieb über Wasser sorgt ein V8-Volvo-Penta-Motor mit 425 PS. Wem das nicht ausreicht, der kann zwischen drei weiteren Leistungsstufen wählen, die von der Cantiere Nautico Feltrinelli angeboten werden. In der höchsten Stufe bringt der modifizierte Motor dann rund 500 PS auf den Block.
Die neun Unikate dieser Kollektion tragen Bootsnamen, die Dino Feltrinelli besonders am Herzen lagen, und werden in Gargnano am Gardasee von der Feltrinelli-Familie persönlich an die Besitzer übergeben. Der Preis für die Frauscher Lido 686 Editione Feltrinelli liegt bei 138.500 Euro exkl. Mehrwertsteuer.
Weitere Informationen unter www.frauscherboats.com.
Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Frauscher
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