Frühjahrsausfahrt der Rolls-Royce- und Bentley-Freunde

Die Mitglieder des Deutsch-Dänischen Freundeskreises der Marken Rolls-Royce und Bentley hielten es nach dem kalten und nebligen Winter nicht mehr in den Garagen! Sie verabredeten sich zu einem Treffen vom 23. bis 25. April 2004 auf dem Gut Panker des Prinzen zu Hessen, im Norden Schleswig-Holsteins.

Bernhard Schur organisierte dieses Meeting mit einer Ausfahrt in das Umfeld des Gutes. Alle Teilnehmer waren „happy“, aus ihrem Alltagsstress herauszukommen und in Ruhe und Frieden den Frühling zu genießen. Sie besuchten auf der Ausfahrt am Samstag das Herrenhaus Hasselburg, welches dem Ehepaar Beuermann gehört. Die einzigartige Musikinstrumenten-Sammlung des Paares ist berühmt; sie ist die größte der Welt. Der Hausherr repariert eigenhändig die uralten Cembali, Klaviere und Harfen. Ein Großteil seiner Sammlung ist im neu erbauten Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg untergebracht. Der Professor für Akustik und Musikgeschichte hat Hunderte Instrumente im Laufe seines Lebens gesammelt. Den Teilnehmern spielte er auf einem Cembalo aus dem 15. Jahrhundert ein Stück alter Musik vor.

Weiter ging die Fahrt nach Neustadt an der Ostsee, um das Dreimast-Passagierschiff, die Lili Marleen, der Reederei Deilmann zu besichtigen. Kapitän Schneidewind, vormals Kommondore des Segelschiffes Gorch Fock, begrüßte die Rolls-Royce- und Bentley-Enthusiasten auf dem Schiff. In zwei Gruppen wurden die Teilnehmer durch das gesamte Segelschiff geführt. Es wurde 1994 erbaut, die Lounge, der Speisesaal und die Schlafräume sind im traditionellen Stil mit Holz verkleidet (natürlich alles nicht brennbar). Die gesamte Technik ist nach dem modernsten Standard ausgerüstet. Auf Deck lässt die Segelanlage mit Rah und Klüver die Seglerherzen höher schlagen. Eine Stunde nach Verlassen des Seglers, stach dieser mit etwa 50 Passagieren an Bord in See.

Die Weiterfahrt führte durch die sonnenbeschienene, frühlingshafte Landschaft Schleswig-Holsteins zum Schloß Weissenhaus inmitten eines herrlichen Parks an der Ostsee gelegen. Graf Platen als Hausherr begrüßte die Teilnehmer im neu renovierten Café des Schlosses. Er berichtete von der Familiengeschichte der von Platen. Während dessen stärkten sich die Enthusiasten mit Torte und Kaffee. Anschließend konnte die Ausstellung des holländischen Malers Piet Poortvliet besucht werden. Die Tier- und ausdrucksvollen Landschaftsbilder begeisterten die Mitglieder. Da die Originale Leihgaben waren, konnten leider keine der Ölbilder erstanden werden. Auch der von der Firma Rosen-Kordes angelegte Rosengarten war einen Besuch wert.

Wieder zurückgekehrt auf Gut Panker folgte am Abend ein wunderbares, raffiniertes Dinner. Das Ergebnis war, dass man bis tief in der Nacht bei einer Flasche Wein beisammensaß, viel erzählte, diskutierte und Pläne für das nächste Treffen beriet. Am Sonntag – nach einem ausführlichen und sehr geruhsamen Frühstück – besichtigte die Gruppe das Trakehner Gestüt des Gutes Panker. In der Nacht war ein Fohlen geboren worden, welches bewundert werden durfte.

Während der Besichtigung kam die Historie der Trakehner zur Sprache. Am Ende des 2. Weltkrieges waren circa 400 Trakehner aus Ostpreußen in wochenlangen Fußmärschen in den Westen Deutschlands gelangt. Sie waren die Wurzel der heutigen Zucht dieser wunderbaren Pferde. Das Ergebnis dieses Frühjahrstreffens der Rolls-Royce- und Bentley-Enthusiasten ist die Verabredung zu weiteren Zusammenkünften. Und ein Virus macht die Runde: Für Neulinge ist das Fahren mit den wunderbaren Klassikern ansteckend geworden.

Die Verbindung zu den Enthusiasten der Marken Rolls-Royce und Bentley aus Dänemark wurde durch dieses Treffen weiter vertieft. Es entstehen echte Freundschaften zwischen den Teilnehmern.

Text: Gudrun Schur
Fotos: Bernhard Schur