Ford GT40: Neuauflage

Ford GT40: NeuauflageDearborn, 15. Oktober 2002 – Ein dreifacher Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans 1966: unbezahlbar. Enzo Ferrari in seiner Domäne schlagen: unbezahlbar. 2004 im neuen Ford GT nach Hause fahren: das kostet eine sechsstellige Summe.

Ford kündigte Händlern bereits jetzt die ersten Details über die bevorstehende Version des preisgekrönten GT40 an. Der neue, in limitierter Auflage von 1000 Stück jährlich produzierte Sportwagen von Ford wird den Namen des Autos tragen, der in den 1960er Jahren Automobilgeschichte im Rennsport schrieb: der Ford GT.

„Mehr als 35 Jahre nach diesem berühmten Sieg in Le Mans sind wir stolz darauf, dass das neue Superauto von Ford denselben Namen tragen wird wie der legendäre Ford GT-Rennwagen“, sagte Ford-Präsident Steve Lyons. „Und da bei uns der Kunde an erster Stelle kommt, werden sich diejenigen Händler, die ebenfalls Wert auf Kundenzufriedenheit legen, selbst eines dieser Traumautos sichern.“

Ford GT40: Neuauflage Nur 45 Tage nachdem der Wagen auf der North American International Auto Show 2002 sowohl große Aufmerksamkeit als auch konstruktive Kritik verzeichnen konnte, kündigte Ford an, dass sie das Konzept des GT40 in eine fabrikreife Version umsetzen werden. Seit diesem Zeitpunkt wurden die Händler von interessierten Kunden mit Anfragen bezüglich Preis, Produktionsmenge und Erscheinungsdatum geradezu überhäuft.

„Es gibt einfach zu viel Aufregung um diesen Wagen. Es gab die wildesten Spekulationen über den Preis und die Ausstattung des Wagens. Das ist der Grund warum wir jetzt einige Details bekannt geben wollen,“ so Lyons. Die ersten Schätzungen von 250.000 US-$ seien zu weit hergeholt, so Lyons. Ihm zufolge wird der empfohlene Händlerpreis „wesentlich weniger als 150.000 $“ sein. Damit wird der Preis geringer ausfallen als zum Beispiel beim Ferrari 360 Modena.

Ford GT40: Neuauflage Ford gab bei seinem jährlichen Händlertreffen letzte Woche offiziell bekannt, dass 2003 nur drei Autos produziert werden, anlässlich der 100-Jahres-Feier der Ford Motor Company. Die drei Wagen werden symbolisch für den dreifachen Sieg beim 24-Stunden-Rennen 1966 in Le Mans stehen. Regulär beginnt die Produktion erst im Jahr 2004.

GT40 – Die Legende

Die Legende des Ford GT begann Mitte der 1960er Jahre. Mit dem leistungsfähigen Ford-Aggregat sollte der legendäre Ring von Le Mans bezwungen werden. Und es klappte. Der Ford GT dominierte die Welt des Motorsports schließlich von 1966 bis 1969. Wahre Rennsport-Historiker und -Enthusiasten kennen die Legende hinter dem Namen des Ford GT, der später den Spitznamen GT40 in Anlehnung an seine Gesamtgröße bekam. Das ursprüngliche Rennprogramm hatte Henry Ford II entwickelt, nachdem sein Versuch, Ferrari zu kaufen, erfolglos geblieben war. Ford änderte daraufhin seine Absicht und baute nun seine eigene Serie. Die Wurzeln dafür liegen in England, wo Fords Team 1963 unter der Führung von Roy Lunn mit der Arbeit an einem völlig neuen Ford Sportwagen begann. Dieser orientierte sich leicht an Eric Broadleys Lola GT. Im April 1964 wurde das Auto, das den stolzen Namen „Ford GT“ trug, zum ersten Mal der Presse präsentiert.

Im Juni 1964 begann das Publikum in Le Mans, auf den geschmeidigen Rennwagen aufmerksam zu werden. In diesem Jahr schieden alle GTs aus dem Rennen aus. Ford heuerte 1964 Carroll Shelby an, um das Programm zu betreuen. Dessen erste Handlung war, einen 7000 ccm-Motor im Auto zu installieren, das dann als Ford GT40 Mark II bekannt wurde. Im Februar 1965 fuhren Ken Miles und Lloyd Ruby mit dem Mark II den ersten Sieg beim Daytona 2000 km-Rennen ein und brachen dabei fast jeden bis dato bestehenden Rekord. Nach dem berühmten dreifachen Sieg in Le Mans 1966 dominierten die Wagen den weltweiten Rennsport für vier Jahre. Während dieser ganzen Zeit, und trotz des Spitznamens GT40 und verschiedener Versionen, wurde auf Bestehen von Henry Ford II auf den Seiten und auf dem Lenkrad die Bezeichnung „Ford GT“ oder einfach „Ford“ beibehalten.

Ford GT40: Neuauflage Das legendäre Ford GT-Rennprogramm gipfelte im Juni 1969 mit seinem letzten Sieg in Le Mans. Einige der Wagen traten auch nach 1969 noch an. Doch die Fabrikation endete trotz verschiedener Versuche, diese Modellserie am Leben zu erhalten.

Auf der North American International Auto Show 2002 lieferte Ford mit dem GT40 einen Wagen, der die Nummerierungsfolge der historischen Wagen fortsetzt. Lyons informierte die Händler letzte Woche, dass das neue Superauto schlicht den Namen „Ford GT“ tragen werde. Damit soll nicht nur das Original aus den 60er Jahren geehrt, sondern auch ein klares Statement für die Marke Ford gesetzt werden.

„Die Legende des Ford GT ist auch die Legende von Ford und wir möchten diese Tatsache ehren,“ meinte Lyons. „Kleine Kinder träumen ebenso wie die großen von „Ferraris“, nicht von „360 Mondenas“. Wir möchten, dass die Menschen vom „Ford GT“ träumen, deshalb setzen wir unseren Schwerpunkt auf die Marke Ford.“

Text und Bilder: Ford