Fisker Karma: Grüne Nische

Ein ökonomisches Hybrid-Fahrzeug, das die Eleganz eines Coupés, die Emotionen eines Sportwagens und den Komfort einer Reiselimousine verbindet: der Fisker Karma. Das bisher ehrgeizigste Projekt der jungen Manufaktur präsentiert Firmenchef Henrik Fisker derzeit auf der NAIAS in Detroit. Im Visier des Coachbuilders ist eine automobilaffine wie umweltbewusste Zielgruppe, die bereit ist, 80.000 US-Dollar (rund 55.000 Euro) für den Sportwagen zu investieren.

Mit dem Fisker Karma wagt Henrik Fisker einen mutigen Schritt, in dem er ein ökonomisches Automobil in das Gewand eines Sportwagens hüllt. Zwar entspricht der Fisker Karma konzeptionell gesehen einer Limousine – mit vier Türen sowie Breite und Länge einer S-Klasse – seine Karosserieform erinnert jedoch vielmehr an die eines Sportcoupés, wie etwa der aktuelle Maserati GranTurismo. Emotion und Evolution ließen sich bisher harmonisch verknüpfen, ein emissionsarmer Hybrid-Antrieb stellt jedoch ganz neue Herausforderungen dar, soll der Fisker Karma doch gleichzeitig das Fahrvergnügen eines konventionellen Sportwagens und den Komfort einer modernen Limousine bieten.

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Für den standesgemäßen Vortrieb kombiniert Fisker Automotive einen Elektromotor mit einem kleinen Benzin- oder Diesel-Vierzylinder. Der Fisker Karma kann 80 Kilometer allein mit dem Elektromotor zurücklegen. Klingt wenig? Nicht wenn man bedenkt, dass der Großteil der Autofahrer täglich unter 80 Kilometer im Fahrzeug zurücklegt. Aufgeladen werden die Lithium-Ionen-Batterien des Elektroantriebs ganz einfach an der hauseigenen Steckdose oder durch den integrierten Vierzylinder, der in dem Fall wie ein Generator arbeitet. Energie wird zusätzlich durch Bremsen und dem optionalen Solarzellendach gewonnen.

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Mit Unterstützung durch den Vierzylinder soll der Karma den Sprint von Null auf 100 km/h in rund sechs Sekunden absolvieren. Die Höchstgeschwindigkeit liegt über 200 km/h.

Trotz ökonomischer Fortbewegung geizt der Fisker Karma im Innenraum nicht mit technischen Features und luxuriösem Ambiente: So kommen hochwertige Materialien wie Aluminium und Leder zum Einsatz. Das Armaturenbrett wirkt ebenso wie die Mittelkonsole klar und aufgeräumt. Die Schaltknöpfe rund um das Navigations- und DVD-Display sind – bis auf einen zentralen Regler – eben in die Aluminiumtafel eingelassen und erinnern an die Tastatur eines aktuellen Motorola Mobiltelefons. Gleiches gilt für die beiden Bedieneinheiten des Multifunktionslenkrades.

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Fisker Automotive plant, jährlich 15.000 Exemplare des Karma unter die umweltbewussten Sportwagenenthusiasten zu bringen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fiskerautomotive.com.

Text: Jan-Christian Richter
Fotos: Fisker Automotive



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