FHR-Langstreckencup

Am letzten Wochenende fand auf dem Nürburgring das größte Motorsport-Event in Deutschland statt. 200.000 Besucher verfolgten über vier Tage ein Feuerwerk von Rennen, die über die 26 Kilometer lange Kombination aus GP-Kurs und Nordschleife führten.

Am Freitag war es dann auch für die historischen Rennwagen des FHR Langstrecken Cup soweit. Zusammen mit den Youngtimern und dem Porsche Classic Cup bildeten die 49 genannten Wagen der FHR ein Starterfeld von 204 Boliden. Ein beeindruckendes Feld nicht nur für die Zuschauer. Der zweite Lauf des FHR Langstrecken Cup sollte viel Spannung für Fahrer und Zuschauer bieten.

Vier Runden, über 100 Kilometer, kämpften der Porsche 911 mit Christopher Stahl und Jürgen Barth als Fahrer, der Jaguar E-Type vom Team Vorkörper und ein weiterer E-Type mit den „drei Grafen“ als Gastfahrer. In Runde fünf hauchte der Motor des E-Types vom Team Vorkörper sein Leben aus und auch die „drei Grafen“ vielen einem technischen Defekt zum Opfer.

Weiter hinten bildeten sich Zweikämpfe zwischen den Porsche 356 vom Team Knebel Motorsport und dem Porsche 912 vom Team Weber. Rundenlang lagen die beiden Fahrzeuge des Stuttgarter Herstellers innerhalb von nur 5 Sekunden. Der wunderschöne Porsche 904 GTS vom Team Frers jagte den schnellen BMW 2002 Ti, der das erste Rennen vor vier Wochen gewann. Sie überholten ihn und kämpften sich weiter nach vorne bis auf Platz zwei.

Die Zuschauer hatten schnell ihren Liebling aus den großen Feld gedeutet. Der Fahrer des Luxemburger Teams Hoffeld, Donny Wagner, driftet mit dem großen Ford Mustang spektakulär über die enge Nordschleife. Seinen „coolen“ Gesichtsausdruck konnte man unter dem Helm nur erahnen. Diese zuschauerfreundlichen Einlagen wurden schließlich auch mit einem Klassensieg belohnt.

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Zwei Runden vor dem offiziellen Ende zeigte sich die Eifel „typisch“ und ergoss eine Flut Nasses über die Rennstrecke. Ganze Streckenabschnitte wurden innerhalb von Minuten überschwemmt, sodass sich die Rennleitung gezwungen sah, nach 18 Runden vorzeitig abzubrechen.

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Christopher Stahl und der ehemalige Porsche Werksfahrer Jürgen Barth holten den Gesamtsieg auf ihrem 911er vor Team Frers auf Porsche 904 GTS und Team Trojan auf BMW 2002 Ti.

Die Klassensieger des 500 km Rennens im Einzelnen:

- Team Walkowski, Steyr Puch 650 TR
- Team Frers, Porsche 904 GTS
- Team Derichs Rennwagen, Ford Shelby 2
- Team Bolmer, MG Midget Speedwell
- Team Wilms, Alfa Romeo Giulia
- Team Yellow Banana Racing, Ford Escort
- Team Weber, Porsche 912
- Team Hoffeld, Ford Mustang
- Team Klingel, Opel Manta A
- Team Trojan, BMW 2002

In der Meisterschaft stehen nach 2 Läufen folgende Teams mit je 44 Punkten auf dem ersten Platz:

- Team Trojan (BMW 2002 Ti)
- Team Yellow Banana Racing (Ford Escort 1300 GT)
- Team Hoffeld (Ford Mustang)
- Team Klingel (Opel Manta A)

Text & Fotos: Dirk Reiter