FHR Historischer Langstrecken Cup

Am ersten Maiwochenende hat das Warten für die Teams und natürlich auch die Zuschauer ein Ende. Im Programm des traditionellen Eifelrennens vom 2. bis 4. Mai auf dem Nürburgring startet der FHR Historische Langstrecken Cup in seine dritte Saison.

Ein volles, buntes Feld ist garantiert, sind doch mehr Einschreiben für die Meisterschaft vorhanden, als Fahrzeuge auf dem Grand Prix Kurs starten dürfen. Die Zuschauer können sich also auf 50 Rennwagen der 50er bis in die frühen 70er Jahre freuen, wie z. B. einen Aston Martin DB4 GT von 1960 oder einen sehr seltenen Bolwell Nugari 1 aus dem Jahre 1971.

Natürlich werden auch wieder die smarten Lotus Elan gegen die amerikanischen „Dickschiffe“ wie den Ford Mustang oder die Chevrolet Corvette antreten und die MG B’s den frühen Porsche und Alfas das Leben schwer machen.

Für Gerechtigkeit sorgt das internationale Reglements der FIA, dass jeden der historischen GT- und Tourenwagen um den Gesamtsieg in der Meisterschaft fahren läßt. Eine Klasseneinteilung, die sich nach dem Alter des Fahrzeuges und dem Hubraum des Motors richtet, teilt das Feld in 13 Klassen auf. Die Sieger einer jeden Klasse erhalten die gleiche Punktzahl. Nach den acht gewerteten Rennen der Saison wird abgerechnet und so kann am Ende ein Fiat Abarth mit 0,8 Liter Hubraum vor einem Ford GT 40 stehen, der in den 60er Jahren in Le Mans den Gesamtsieg errungen hat.

Doch das Reglement ist für den Zuschauer sekundär. Es ist das Gesamtbild dieser Rennserie, dass sie so erfolgreich macht. Es läßt die legendären 50er und 60er Jahre wieder aufleben. Die Erinnerung an das 1000-Kilometer-Rennen, an die Positionskämpfe zwischen GT- und Tourenwagen, an den Radwechsel mit Hammer statt „Schlagschrauber“.

Die Teams haben sich in den langen Wintermonaten gut vorbereitet. Die Motoren wurden revidiert, Folgen von Leitplankenkontakten repariert und alle mechanischen Teile kontrolliert. Selbst ist der Mann in dieser Rennserie. Oft sind die Fahrer auch Mechaniker und umgekehrt.

Ein Team des Historischen Langstrecken Cups trägt Classic Driver in seinem Namen. Das Internet-Onlinemagazin unterstützt die Gesamtsieger des letzten Jahres Fred und Barney. Nein, das sind nicht die Geburtsnamen, es sind Pseudonyme, die sich die Fahrer geben können. Die beiden „steinschnellen“ Brüder wollen in diesem Jahr wieder ihren Titel verteidigen. Dazu haben sie einen „alten“ Ford Mustang ganz neu zum Rennwagen aufgebaut. Die restlichen 49 Teams warten gespannt auf das erste Rennen...

Und der ADAC Nordrhein, Veranstalter des Eifelrennens, hat noch eine weitere Überraschung für die Fans bereitgestellt: Ein gemischtes „Staffelrennen“, alte Rennwagen in einem Team mit Modernen. 2,5 Stunden fahren abwechselnd drei Fahrzeuge aus drei unterschiedlichen Rennserien um den Sieg: Rennwagen des Historischen Langstrecken Cups, der Youngtimer Trophy und der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft. Wer mit wem bei diesem Rennen fährt, entscheidet das Los. Im Vordergrund steht der Spaß für Zuschauer und Fahrer.

Mehr Informationen über diese faszinierende Rennserie erhalten Sie hier.

Text: Jan Richter

Fotos: Dirk Reiter