FHR Cup 1300 – die Tradition der kleinen Rennwagen lebt wieder auf

GT- und Tourenwagen mit einem Hubraumvolumen von bis zu 1300 ccm hatten in den 50er und 60er Jahren eine große Lobby. Speziell für solche Fahrzeuge wurden Rennen ausgeschrieben, die sich stets großer Beliebtheit beim Publikum und bei den Fahrern erfreuten. Fanden sich doch bei den Vertretern dieser Fahrzeugklassen meist auch die Modelle wieder, die der durchschnittliche Zuschauer regulär im Alltagsverkehr bewegte.

Zu nennen sind hier der legendäre Mini Cooper, Fiat Abarth, Austin Healey Sprite, MG Midget, NSU Sport Prinz, Mini Marcos oder die kleinen Flitzer von Puch. Viele Automobilwerke entwickelten Prototypen und Rennwagen speziell für diese Hubraumklassen. Sie hatten gegen die Boliden von Ferrari, Porsche, Ford oder Jaguar nichts auszurichten, kämpften aber wacker in ihren Klassen und eigenen Rennen um den Sieg.

Große Rennen, ausgeschrieben bis 1300 ccm fanden u.a. in Sebring, auf dem Nürburgring, in Spa Francorchamps oder auch Goodwood statt. Die bekanntesten waren Anfang der 60er Jahre das 500 km Rennen auf dem Nürburgring und die Langstreckenrennen in Sebring, USA.

Die Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport (FHR) hat sich dieser Rennwagenklasse angenommen und wird 2004 erstmals einen eignen Cup ausschreiben.

Möglich geworden ist der FHR Cup 1300 durch die enge Zusammenarbeit von Andreas Pellens (Koordinator der HTGT) und Jürgen Möhle (Organisator des FHR Historischen Langstrecken Cup). So werden je zwei Sprintrennen bei der HTGT und zwei Rennen bei der Historischen Langstrecke gefahren. Gewertet wird ausschließlich das Teamergebnis. Ausgeschrieben werden GT- und Tourenwagen bis 1300 ccm Hubraum der Kategorie E und F, also bis 1965. Gefahren wird nach dem Reglement des FIA Anhang K.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fhr-online.de.

Text: Jan Richter
Fotos: Dirk Reiter