Ferrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in Detroit

Ferrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in Detroit

Vor neun Jahren feierte in Detroit erstmals ein Ferrari Weltpremiere: Als Nachfolger des eleganten Ferrari 456 wurde auf der NAIAS der Ferrari 612 Scaglietti präsentiert. Heute ist der Hüter der Viersitzer-Tradition ein junger Klassiker...

Die Autochefs in Modena haben sich zwölf Jahre Zeit gelassen, bevor sie den würdigen Nachfolger des erfolgreichen Ferrari 456 vorstellten. Doch der 612 sollte einen neuen Meilenstein der Automobilgeschichte setzen: Der 5,7-Liter-V12-Motor des viersitzigen Sportcoupés leistete 540 PS und ermöglichte eine Spitzengeschwindigkeit jenseits der 315 km/h.

Der Motor war eine weiterentwickelte Version des Zwölfzylinders aus dem 575 Maranello. Anders als bei seinem Vorgänger rückte der Frontmotor weiter Richtung Fahrzeugmittelpunkt, was eine bessere Fahrdynamik – gerade in Kurven – zur Folge hat. Doch neben der verbesserten Straßenlage verhalf der Zwölfzylinder den 612 Scaglietti auch zu beeindruckenden Fahrleistungen: Von Null auf 100 km/h beschleunigte der Ferrari-Riese in sportlichen 4,2 Sekunden.

Ferrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in Detroit
Ferrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in DetroitFerrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in Detroit

Das Design des 612 Scaglietti entsprach der Formenlehre eines klassischen GTs: lange, dominante Front, eine breite Schulterpartie, die ein geräumiges Green-House ermöglichte. Das Heck: ebenfalls muskulös definiert und recht kurz gehalten. Im Innenraum herrschte typisch italienisches Ambiente: feines Leder im Überfluss und reichlich Aluminium zur Gewichtsreduktion. Alles wirkte moderat-luxuriös.

Ferrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in Detroit
Ferrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in DetroitFerrari 612 Scaglietti: Der erste Ferrari in Detroit

Das 2+2-sitzige Coupé war als sportliches Reiseauto ausgelegt. Es ist allerdings anzumerken, dass die Sitze im Fond Passagieren nur auf recht kurzen Wegen zugemutet werden konnten. Insgesamt sechs Jahre, von 2004 bis 2010, wurde der 612 gefertigt. Während der Neupreis des großen Ferrari seinerzeit bei immerhin 210.000 Euro lag, gibt es frühe Modelle heute bereits für deutlich unter 100.000 Euro. Dies trifft allerdings nicht für das Sondermodell „Sessanta“ zu, welches Ferrari 2007 zu seinem 60. Jubiläum vorstellte. Autos dieser limitierten Serie sind heute gesuchte Sammlerobjekte und nur sehr selten auf dem Markt. Entsprechend stabil sind die Preise.

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Weiterführende Links

Den hier präsentierten 612 Scaglietti finden Sie im Angebot von Auto Salon Singen, klicken Sie hier.

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Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Auto Salon Singen