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Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn

Einen der schönsten klassischen Ferrari überhaupt, den Ferrari 212 Inter Vignale, präsentiert in dieser Woche Classic Driver-Händler Jan B. Lühn. Die ungewöhnliche Ergänzung „225“ beruht auf dem stärkeren V12-Triebwerk, das der Vignale mit der Chassisnummer 0179EL im Jahr 1951 nach ersten Werkstestfahrten nachträglich erhielt. Was Sie sonst noch über den Ferrari erfahren sollten, lesen Sie in folgender Bestandsaufnahme.

Er gilt als Vorläufer der legendären Ferrari 250-Baureihe und Formgeber des berüchtigten Ferrari 340 Mexico – der Ferrari 212 Inter Vignale. Gemeinsam mit Designer Giovanni Michelotti hatte Alfredo Vignale Anfang der Fünfzigerjahre die elegante Aluminium-Karosserie des 212 auf Basis eines weiterentwickelten Ferrari 166-Chassis entwickelt. Die besonderen Merkmale des Ferrari 212 Vignale waren seine ausgeprägten Kotflügel, der imposante, ovale Kühlergrill und die darauf angebrachten, riesigen Frontscheinwerfer. Vignale realisierte eine Coupé-Karosserie und eine offene Spyder-Variante.

Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn

Anders als die formgleichen Ferrari 340 Mexico, die ihren Namen der Teilnahme bei der Carrera Panamericana verdankten, waren die 212er deutlich humaner und komfortabler ausgelegt. Statt des 280 PS starken V12-Motors eines 340 Mexico, kam im Ferrari 212 ein kleinerer, bis zu 170 PS starker Zwölfzylinder zum Einsatz. Der Ferrari 212/225 Vignale von Jan B. Lühn hingegen erhielt bereits nach der ersten Werksausfahrt eine individuelle Maschine. Die Mechaniker stellten damals frühzeitig Probleme am 212er-Motor fest und tauschten ihn kurzerhand gegen eine 225er-Maschine, sprich einen 2,7-Liter-V12 mit rund 200 PS. Zusammen mit dem kürzeren Chassis (2.500 statt 2.600 mm), war dieser 212/225 Vignale ungemein sportlich ausgelegt.

Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn

Der Rechtslenker mit der Chassisnummer 0179EL, der original als Experimental und Rennfahrzeug mit Straßenzulassung ausgelegt war, nahm später zeitweise an Rennen in den USA teil. Zuvor wurde ein kräftiger V8-Block von Chaparel installiert – der Legende nach flog beim Beschleunigen des Ferrari einmal die Heckscheibe heraus. In den Achtzigern fand der Wagen dann seinen Weg zurück nach Europa. Nach über 40 Jahren machten Experten die Original-Maschine des Ferrari 212/225 (Matching Numbers!) ausfindig und ließen sie beim Spezialisten Peter Roelofs in Holland restaurieren. Heute leistet der Motor 190 PS und katapultiert den kompakten Aluminiumsportwagen geradezu nach vorn.

Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn

Der Ferrari 212/225 Vignale ist, laut Klassiker-Experten Jan B. Lühn, vom ersten bis zum heutigen Tage perfekt dokumentiert und gilt in Fachkreisen als überaus original. Chassis, Motor und Karosserie wurden bereits von Ferrari überprüft und als authentisch bewertet. Das Auto befindet sich aktuell im toprestaurierten Zustand und eignet sich bestens für die Teilnahme an historischen Veranstaltungen wie der Mille Miglia, der Tour Auto oder dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este (Einladung für dieses Jahr lag vor).

Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn Ferrari 212/225 Vignale bei Jan B. Lühn

Zuletzt hat ein Ferrari Vignale 212 Coupé bei der Monterey Week 2009 einen Erlös von rund 800.000 US-Dollar (aktuell über 600.000 Euro) erzielt.

Zum aktuellen Fahrzeugangebot von Jan B. Lühn klicken Sie hier.

Weitere Informationen zum Ferrari 212/225 Vignale werden auf Anfrage bekannt gegeben:

Classic Driver Händler:

Jan B. Luehn
Hafenplatz 2 - 6
48155 Münster

Telefon: +49 (0) 251 2844 691
Mobil: +49 (0) 172 530 3555
Fax: +49 (0) 251 378 1386

Website: http://www.janluehn.com
Email: [email protected]

Text: Jan Richter
Fotos: Jan B. Lühn


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