Faszination Oldtimer ungebrochen

Sie brannten ein phantastisches Feuerwerk aus der guten alten Zeit ab - und das gleich mehrfach: 160 traumhafte Oldtimer präsentierten sich während der 16. ADAC Bavaria Historic vom 19. bis 21. Juni und versetzten tausende von Zuschauern in Begeisterung. Die anspruchsvolle Gleichmäßigkeitsrallye über 780 Kilometer mit 64 Zeitmesspunkten führte von Bad Aibling durch Oberbayern und Österreich und war ein Sympathieträger in Sachen Oldtimer. Gaspedal und Stoppuhr hatten einmal mehr die Vorjahressieger Caroline und Eberhard Blumenstock (Esslingen) auf einem Jaguar E Roadster – mit lediglich 11,58 Strafsekunden – am besten im Griff . Den zweiten Platz sicherten sich mit zwei hundertstel Sekunden Vorsprung – ebenfalls auf einem Jaguar E Roadster – Gerhard Kerscher und Schorsch Leicht (Kolbermoor/Bad Aibling) vor Schorsch Münch und Siegfried Leinfelder (Unterhaching/Lindau), die einen Porsche 356 Speedster pilotierten.

„Das war ein Auftakt nach Maß“, mit dieser knappen Aussage brachte Fritz Schadeck, Sportleiter des ADAC Südbayern, den Rallye-Auftakt am Fronleichnamstag im oberbayerischen Maxlrain auf den Punkt. Bei hochsommerlichem Wetter pilgerten nach Angaben der örtlichen Polizei 22000 Besucher zum „Oldie Feeling“ mit Präsentation der Teilnehmer. Neben den 160 Teilnehmerfahrzeugen verwandelten die 1500 Oldtimer der zahlreichen Besucher das weitläufige Areal von Schloß Maxlrain in ein riesiges Freiluft-Automobilmuseum. Es gab alles zu sehen, was in Sachen Automobilgeschichte Rang und Namen hat. Der Mercedes-Benz 300SL Flügeltürer parkte neben einer Isetta, das 850er Sportcoupé von Fiat wurde von zwei altehrwürdigen Bentleys umrahmt und die mächtigen US-Straßenkreuzer beanspruchten gleich zwei Parkplätze.

Nach dem gelungenen Oldiefestival in Maxlrain begab sich das Feld den beiden folgenden Tagen vom Kurort Bad Aibling aus auf Reisen und wurde überall begeistert empfangen. Auf der 780 Kilometer langen Strecke entlang des Chiemsees, durch das Salzburger Land und nach Tirol wurden die Teams von Hunderten von Zuschauern an der Strecke und an den Kontrollpunkten begleitet. Die Teilnehmer konnten landschaftlich wie sportlich reizvolle Gegenden wie die Rossfeldstraße oder die Streckenführung über die deutsche Alpenstraße genießen. Höhepunkt der ersten Etappe war am späten Nachmittag der „Grand Prix von Reit im Winkl“. Auf einem Rundkurs im Stadtzentrum präsentierten sich die „rüstigen Rentner“ rund 4000 Zuschauern und zeigten, was sie noch leisten konnten.

Die zweite Etappe führte von Bad Aibling aus über den Irschenberg entlang kleiner malerischer Wege nach Bad Tölz, weiter zur Klosteranlage von Benediktbeuren und zum Alpenpark Großer Ahornboden in Tirol. Nach der Mittagspause vor einmaligem Alpenpanorama fuhren die Oldies über Wildbad Kreuth und den Tegernsee zum Endpunkt der Veranstaltung nach Bad Aibling. Auch an diesem Tag wurden die Teams an den Kontrollpunkten und an der Strecke von vielen Zuschauern am Straßenrand begleitet. Für jedes Fahrzeug gab es Applaus und freundliches Winken - auch für die zahlreichen Oldtimerbesitzer, die das herrliche Wetter für eine Ausfahrt nutzten und mit ihren klassischen Fahrzeugen den Rallyetross begleiteten.

Die Zielankunft am frühen Nachmittag in der abgesperrten Innenstadt von Bad Aibling machte die Kurstadt noch einmal zum Mekka der Oldtimer. Unter dem Beifall der wieder rund 4000 Zuschauer absolvierten die Teams auf einem Rundkurs die letzten Kilometer und gaben danach ihre vom Rallyestress deutlich gekennzeichneten Fahrzeuge zur Besichtigung frei.

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Text & Fotos: ADAC Bavaria Historic