Faszination Ferrari beim Oldtimer-Meeting 2002 Baden-Baden

Jean-Marc Culas ist einiges gewohnt. Aber in diesem Jahr übertraf das Internationale Oldtimer-Meeting in Baden-Baden (17./18. August 2002) selbst die Erwartungen seines Organisators. Zu dem Concours d’Elegance, einer der schönsten in Deutschland, kamen 65 der schnellen Pferdchen angerollt. „Die Faszination Ferrari hat noch etwas hinzu gegeben“, freut sich Culas.

Bildergalerie / Fotos von Nanette Schaerf





Das Oldtimer-Meeting war prächtiger, enthusiastischer und aufregender als je zuvor. Rund 20.000 Menschen wandelten an dem heißen Sommerwochenende vor den historischen Kulissen der Kurstadt, die in einer vollendeten Harmonie mit dem automobilen Kulturschätzen standen. 345 offizielle Teilnehmer aus Europa waren gemeldet. Über 110 Schmuckstücke wurden gemäß dem Reglement prämiert. Als „Best of Show“ wurden in diesem Jahr gekürt: Bugatti Atalante (1938), Bugatti Fiacre (1928), Ferrari 340 America (1950), Ferrari 250 GT Cabrio (1957) und ein Rolls-Royce 20-25 (1933).

Zahlreich vertreten waren die Ferrari-Liebhaber, darunter Vertreter des Ferrari Club Deutschland. Vizepräsident Matthias Ficht kam mit seinem 500 Super Fast, Beiratsmitglied Volkmar Spielmann rollte im 330 GTC an. Passend platziert waren hier auch Ferrarihändler, darunter ein Haus aus Stuttgart.

Marco Brohl, Chef des gleichnamigen Maserati-Hauses aus Rastatt, gönnte sich ein erlebnisreiches Wochenende in Baden-Baden mit seinem privaten Alfa Romeo Giulia 1.6. Und Alexander Haas, charismatischer Chef von Wunscholdtimer aus München, kam gleich mit drei Glanzstücken zum Concours: ein Jaguar XK120 OTS Roadster LHD, ein Ferrari Testarossa 250 TRC Rennwagen (Replik) und ein Aston Martin DN MKIII.

Strahlender Gastgeber war auch Robert A. Schaller, Direktor des Steigenberger Hotels Europäischer Hof. Er freute sich über ein ausgebuchtes Haus, den perfekt dargebotenen Service seiner Brigaden - es wurden über 1.000 Glas Champagner ausgeschenkt - und dass das Oldtimer-Meeting einer der größten Zuschauermagnete in Baden-Baden geworden ist. "Es war so gut wie nie zuvor", so Schaller, der das Oldtimer-Meeting schon zum fünften Mal erlebte. Die festliche Atmosphäre des Wochenende fand am Samstag abend beim Konzert der Big Band ihren Höhepunkt. Das Lichtermeer der Fackeln, Kerzen und Brenner der Heißluftballone spiegelte sich auf dem Lack der automobilen Wunder, die viele zu eine Versprechen, nächstes Jahr wieder zu kommen, verleitete.

Reportage in Südwest Fernsehen
Laut Jean-Marc Culas wird das Internationale Oldtimer-Meeting 2003 eventuell schon im Juli – noch vor Beginn der Hauptschulferien in Baden-Württemberg – statt finden. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Im Mittelpunkt des Concours wird dann eine der drei folgend genannten Marken stehen: Porsche, Lamborghini oder Bentley.

Wer Baden-Baden verpasst hat, dem ist die Reportage des Südwest Fernsehens (SWR3) zu empfehlen. Am Samstag, 24. August, wird das Meeting im Rahmen des Themenabends „Leidenschaft Oldtimer“ ausführlich dargestellt: 1. Teil – 21.15 bis 22.15h; 2. Teil – 23 bis 23.30h.

Die offizielle Siegerliste des Concours d'Elégance Automobile Baden-Baden 2002

Grand Prix 2002
Bugatti Atalante (1938), Beatrice Berg (F)
Bugatti Fiacre (1928), Georg Beer (D)
Ferrari 340 America (1950), Louis Frey-Keller (CH)
Ferrari 250 GT Cabrio (1957), Karl-Gustav Diederichs (D)
Rolls-Royce 20-25 (1933), Hubert Reithofer (F)

1. Preise
Ronart Jaguar Sports, (1962), Bernd Raub (D)
Porsche 356 Speedster (1956), Jürgen Höld (D)
Maserati 3500 GTI (1964), Walter Haag (D)
Peugeot Quadrilette (1926), Peter Seeger (D)
Citroen Rosalie (1933), Gert Schoenenberg (D)
Morgan Super Sports (1932), Karl-Heinz Gombert (D)
Jaguar E V12 (1973), Baronin von Wolff Ickenstein (D)
Ferrari 246 GTS (1974), Gabor L. Gulya (D)
Ferrari 275 GTB (1966), Ulrike Ficht (D)
Cadillac Imperial (1928), Wolf Drücke (D)
Riley Lynx (1933), Siegfried Schleiermacher (D)
Ford Thunderbird (1956), Karl Heinz Gombert (D)
Alfa Romeo Giulietta SS (1961), Michael Lauer (D)
Intermeccanica Indra Cabrio (1972), Dr. Thomas Jörger (D)
Mercedes Benz 300 S Roadster (1954), Peter Dietrich (D)
Mercedes Benz 28/95 (1921), Ilse Schmauder (D)
Amilcar CGS (1926), Walter Henigin (D)
Ford T Tin Lizzie (1923), Günther Schinske (D)
Rolls Royce 20 HP (1927), Martin Weis (D)
NSU Avus (1925), Horst Schultz (D)
MG TC (1948), Dr. Holger Hass (D)
Peugeot 202 Pich-Up (1946), Dieter Weishaupt (D)
Bugatti Ventoux (1938), Beatrice Berg (F)

2. Preise
Plymouth Sedan (1931), Manfred Wiegand (D)
Ford Thunderbird (1957), Bernhard Häberling (D)
Ferrari 330 GT (1966), Dr. Robert Girard (D)
MG A Coupé (1957), Thomas Senn (D)
Rolls-Royce Silver Cloud (1961), Dietmar Helmers (D)
Ferrari 250 GT (1963), Roger Gloor (CH)
Rolls Royce Phantom I (1928), Stephan Steinmann (CH)
Salmson S4 Sport (1930), Reinhold Link (D)
Mercedes Benz 300 SC (1956), Eyckeler (D)
Mercedes Sodomka (1937), Karlheinz Blätz (D)
Rolls Royce 25/30 (1936), Peter-Paul Winet (D)

3. Preise
Facel Vega Facel2 (1963), Dr. Alfred Simmet (D)
Jaguar SS 100 (1936), Giogio Stella (D)
BMW 326 SC (1936), Klaus Wittmer (D)
Macerati Quattroporte (1965), Joerg Sonntag (D)
Borgward Rennsport (1954), Wolfgang Steinweg (D)
Lancia Aurelia (1950), Remo Biondi (CH)
Chevrolet AD-Roadster (1930), Rolf Schneider (D)
Packard 533 Phaeton (1928), Reinhard Pflugi (CH)

Editors note: Beim Internationalen Oldtimer-Meeting in Baden-Baden mit dabei waren Norman Wagner, Managing Director, und Jan-Christopher Sierks, Vertriebsleiter.

Text: Classic Driver
Photos: Nanette Schaerf

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