Fürstliches Rennen

Am Letzten Wochenende gehörten die Straßen von Monte Carlo den modernen Formel 1-Boliden im Kampf um wichtige Punkte für den Weltmeistertitel. Doch genau eine Woche vorher lud der berühmte Automobile Club de Monaco zum Grand Prix de Monaco Historique ein. Alle zwei Jahre ist dann die Luft des Fürstentums vom Klang historischer Rennwagen erfüllt.

Es gibt nur wenige Veranstaltungen im klassischen Motorsport, auf der sich soviel automobile Prominenz versammelt, wie beim historischen Grand Prix von Monaco. Die Starterliste liest sich wie eine Chronologie des monegassischen Rennsports. Die verschiedenen Wertungsläufe werden auf der originalen Streckenführung von 1929 bestritten.



Wie schon in den vorherigen Jahren wurde der historische Grand Prix an zwei Tagen ausgetragen, wobei der Samstag für Trainigsläufe vorgesehen war und das eigentliche Rennen am Sonntag ausgetragen wurde. Insgesamt wurde in sieben verschiedenen Gruppen gestartet. Den Anfang machten Rennwagen, die vor 1947 für die Formel 1 konstruiert wurden. Mit an den Start ging Julia de Baldanza in einem Bugatti 35B, Baujahr 1929. Mit einem fast identischen Wagen siegte der britische Rennfahrer William Grover-Williams beim ersten Grand Prix von Monaco überhaupt.


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Dieses Jahr bekamen die Zuschauer spannende Rennen in allen Klassen zu sehen. Einziger Wehrmutstropfen waren die vielen Unterbrechungen durch liegen gebliebene Fahrzeuge – aber das gehört nun mal zu einem anspruchsvollen Rennkurs dazu. Glücklicherweise gab es keine schweren Verletzungen und Unfälle. Den schlimmsten Unfall des Rennes hatte Ryan Delane in seinem 1972 gebauten Tyrrell Formelwagen. Der Wagen war nach dem Crash so schwer beschädigt, dass er für den Rest des Rennens ausfiel und auch letztes Wochenende in Pau nicht an den Start gehen konnte. Sehr schade war auch der Ausfall von Rennfahrer-Ikone Sir Stirling Moss. Er startete mit einem Ferguson P99 bis dieser kurz vor Ende des freien Trainings seinen Geist aufgab. Neben Moss waren auch Phil Hill und Jacky Ickx am Start. Letzterer in einem Ferrari 312B während der großen Ferrari-Parade.



Der Höhepunkt des Wochenendes war ein fantastisches Duell zwischen Martin Stretton (Tyrrell P34) und Simon Hadfield (Penske PC3). Sie fuhren so eng hintereinander her, dass man jede Sekunde mit einem Zusammenstoß rechnen musste. Am Ende konnte Stratton den Zweikampf für sich entscheiden.

Alles in allem war die historische Ausgabe des historischen Großen Preis von Monaco eine gelungene Veranstaltung, die sowohl Besuchern als auch Fahrern viel Spannung und Freude bereitet hat. Wer also Lust verspürt, dieses „Benzin-Wochenende“ einmal live mit zu erleben, dem bleiben genau zwei Jahre Zeit für die Planung des Trips nach Monte Carlo.

Die Ergebnisse des Rennen finden Sie unter www.acm.mc.

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Text: Roger Dixon
Bilder: Roger Dixon


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