Erdbebenhilfe: Ferrari versteigert letzten F430

Hilfe für Abruzzen: Um den Wiederaufbau der im April bei einem schweren Erdbeben verwüsteten zentralitalienischen Region zu unterstützen, versteigert Ferrari das letzte produzierte Exemplar des Ferrari F430. Der Zuschlag für den Achtzylinder-Sportwagen, der Ende diesen Jahres vom Band rollen soll, kommt am Sonntag den 17. Mai im Rahmen der RM-Auktion Leggenda e Passione unter den Hammer.

Die Region Abruzzen war am 6. April 2009 von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Fast 300 Menschen kamen bei der Katastrophe ums Leben, rund 55.000 Bewohner wurden obdachlos. Damit der Erlös der Versteigerung auch denen zukommt, die die Hilfe am dringendsten benötigen, arbeitet Ferrari eng mit den Behörden vor Ort zusammen. Um bei der Wohltätigkeitsaktion einen besonders hohen Betrag für den exklusiven und letzten Ferrari F430 zu erhalten, wurde eine ganze Reihe von Modifikationen versprochen: Entsprechend der traditionellen Farben der von dem Beben am stärksten getroffenen Stadt L’Aquila wird das Unikat silbern lackiert und mit goldenen Zierstreifen und Felgen ausgeliefert werden. Zudem erhält der generöse Käufer eine von Ferrari-Vorstand Luca di Montezemolo unterzeichnete, personalisierte Plakette sowie die Möglichkeit, die Innenausstattung bei einem Besuch in Maranello aus dem umfangreichen Katalog der Carrozzeria Scaglietti zusammen zu stellen.

Der Ferrari F430 war 2004 in Produktion gegangen und hatte mit seiner Achtzylinder-Mittelmotorarchitektur lange als Benchmark im Sportwagenbereich gegolten. Mit der Präsentation eines Nachfolgers für das auch finanziell höchst erfolgreiche Modell wird auf der Frankfurter IAA im September gerechnet. Der in der Presse inoffiziell als Ferrari F450 gehandelte Sportwagen soll leichter und effizienter ausfallen als sein Vorgänger. Im Gespräch ist auch ein kleinerer, turbogeladener Motor sowie eine an den Privat-Rennprogrammen FXX und 599XX orientierte Aerodynamik-Strategie.

Text: Jan Baedeker
Foto: Ferrari



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