Was Sie beim Salone del Mobile 2017 in Mailand nicht verpassen sollten

Die globale Design-Szene versammelt sich diese Woche rund um den Salone del Mobile in Mailand. Wir haben aus den zahllosen Satelliten-Schauen unsere fünf Favoriten herausgesucht.

BMW i & Garage Italia Customs – Memphis

Das Mailänder Designkollektiv Memphis rund um Michele De Lucchi und Ettore Sottsass brach in den 1980er Jahren radikal mit den Regeln des Funktionalismus und verblüffte die Welt mit seinen grellbunten, geometrischen und wild-ironischen Möbelskulpturen. Momentan erleben die postmodernen Memphis-Jünger ein großes Revival. Auch BMW i und Lapo Elkanns Garage Italia Customs haben sich für ihre neueste Kollaboration vom ikonischen Formenflimmern inspirieren lassen.

Louis Vuitton – Objets Nomades

Seit 2012 beauftragt Louis Vuitton zeitgenössische Designer, für die Objets Nomades Collection experimentelle Reisemöbel und Objekte von Hand herzustellen. Während der Mailänder Möbelmesse gibt es nun im Palazzo Bocconi zehn neue, von klassischem Reisegepäck inspirierte Möbelskulpturen von India Mahdavi und Tokujin Yoshioka zu sehen. Schade, dass es nur bei den Prototypen bleibt.

Tom Dixon – Multiplex

Stardesigner Tom Dixon lässt zum Salone del Mobile das legendäre Multiplex-Kino und Shoppingcenter in der Via Manzoni aufleben. So sehen gibt es eine Möbelinstallation mit marmornen Pendellampen, erste Exponate einer zukünftigen Kollaboration mit Ikea sowie ein reichhaltiges Festivalprogramm – doch eigentlich ist der Besuch schon allein wegen der Zeitreise ins glamouröse Italien der 1950er Jahre den Besuch wert.

Mini Living – Breathe

Schon im vergangenen Jahr hat Mini gezeigt, dass man nicht unbedingt viel Platz benötigt, um schöner zu wohnen. In diesem Jahr ist in Kooperation mit dem New Yorker Architekturbüro SO – IL eine flexible und lichtdurchlässige Wohninstallation entstanden – der urbane Kokon bietet sechs Raumsegmente, eine Dachterrasse und Platz für bis zu drei Personen. Wann können wir einziehen?

Capitalism is Over

Das Design im Jahr 2017 auch politisch sein kann, zeigt die Ausstellung „Capitalism is Over“ von Raumplan, die den Blick auf die industriellen Herstellungsprozesse richtet und in der Cascina Cuccagna zu sehen ist. Sehenswert ist vor allem die Fotoserie „But it used to be so cool“, die sich mit der Firmengeschichte von Olivetti und seiner ikonischen Schreibmaschine beschäftigt. Wer abends beim Negroni in der Bar Basso mitreden möchte, sollte die Schau nicht verpassen.