Coys-Auktion beim Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring

Ex-Giotto Bizzarrini, Bizzarrini Competizione (1965), Preis auf Anfrage

Im Rahmen des Oldtimer-Grand-Prix lädt Coys am Samstag, dem 13. August, zur großen Klassiker-Auktion an den Nürburgring. Unter den Angeboten finden sich zeitlose Sportwagen von Porsche, Jaguar, Austin-Healey – und Giotto Bizzarrinis persönlicher Bizzarrini Competizione von 1965.

Derzeit ist der silberen Ausnahme-Sportwagen aus dem Vorbesitz des genialen italienischen Ingenieurs für die Rennstrecke präpariert – doch laut Coys lässt sich der Wagen mit wenig Aufwand zu einer zivilen Straßenversion, mit der man an zahlreichen klassischen Motorsport-Events teilnehmen könnte, zurückbauen. Den Schätzpreis gibt das Auktionshaus nur auf Anfrage bekannt. Aus ähnlichen Sphären wie der Bizzarrini stammt ein Iso Grifo von 1967, der auf 195.000 bis 250.000 Euro geschätzt wird. Sicherlich ein realistischer Tipp, die seltenen Sechzigerjahre-Ikonen sind derzeit sehr gefragt auf dem Markt. Als zeitgenössische Pendents hat Coys gleich zwei Maserati MC12 im Angebot. Der für die Rennstrecke gefertigte MC12 Corsa von 2006 ist der erste von nur 12 gebauten Exemplaren und soll 700.000 bis 850.000 Euro bringen, während man die ebenfalls 2006 gebaute Straßenversion MC12 Stradale für 570.000 bis 650.000 Euro direkt auf die nächste Autobahn entführen darf.

Maserati MC12 Corsa (2006). Schätzpreis: 700.000 - 850.000 Euro.

Gemäß des sportlichen Rahmens des Oldtimer-Grand-Prix findet man im Katalog natürlich noch weitere reinrassige Rennwagen wie etwa einen Lola T70-Chevrolet Spyder Mk II für 250.000 bis 300.000 Euro oder den ehemaligen Le-Mans-Rennwagen des Teams Oraca, eine Dodge Viper GTS-R von 1996. Das amerikanische Katapult war 1997 von Justin Bell, John Morton und Pierre Yver über den Circuit de la Sarthe auf den fünften Gesamtplatz pilotiert worden. Der Schätzpreis von 60.000 bis 70.000 Euro klingt angesichts dieser Historie eher bescheiden. Für den professionellen Einsatz eignet sich derweil auch Jean Alesis ehemaliger Formel-1-Ferrari F92A/644 von 1992, der voraussichtlich zwischen 390.000 und 450.000 Euro einbringen soll.

Jaguar SS100 2½ Litre (1937). Preis auf Anfrage. Aston Martin DB Mark III Vantage (1959). Schätzpreis: 160.000 - 180.000 Euro.

Abseits der Rennstrecke dürften die folgenden Lots für Aufmerksamkeit sorgen: Ein linksgelenkter Aston Martin DB Mark III mit Vantage-Spezifikationen von 1959 für 160.000 bis 180.000 Euro, ein Mercedes-Benz 280 SE 3.5 Cabrio von 1971 für 130.000 bis 150.000 Euro und - einer unserer Geheimtipps – ein Porsche 924 GT von 1980 für 35.000 bis 40.000 Euro. Für den Kauf eines Frontmotor-Porsche ist jetzt sicherlich eine günstige Zeit. Aus der Vorkriegs-Abteilung hat Coys ebenfalls einige Hingucker zusammen getragen – so dürfte der 1937er Jaguar SS100 2.5 Litre sicherlich einen stolzen Preis einfahren. Wer zwischen 75.000 und 90.000 Euro auszugeben plant, sollte sich zudem die beiden Riley Imps aus den Dreißigerjahren genauer ansehen.

Ex-Jean Alesi, 1992 Ferrari F92A/644 Formula 1: 390,000 - 450,000 euros '1991 McLaren MP4/6 - ex-Ayrton Senna Championship Winning Car': 35,000 - 45,000 euros

Dass Ayrton Sennas siegreicher McLaren MP4/6 von 1991 im Katalog mit nur 35.000 bis 45.000 Euro beziffert wird, liegt an dem Umstand, dass es sich hier nicht um den tatsächlichen F1-Rennwagen handelt, sondern um eine Skulptur des Künstlers Jay Burridge nach Vorbild der Airfix-Modellbausätze. Als Büro- oder Wohnzimmer-Dekoration sicherlich ein echter Hingucker.

Die vollständige Liste aller Auktionsangebote finden Sie im Classic Driver Automarkt.

Text: Steve Wakefield
Fotos: Coys