Concept Climax – Die Frischluft-Formel

Mit dem Concept Climax wollen drei Studenten der Coventry University für Automobildesign zeigen, dass Ökonomie die Ästhetik und den Fahrspaß eines Automobils nicht ausschließen muss. Der offene Zweisitzer soll seinem kleinen Kundenkreis eine Kombination aus klassisch-britischem Sportwagen mit Designansätzen früherer Le Mans-Rennwagen und gleichzeitig eine moderne Fahrmaschine, die mit alternativem Kraftstoff und modernster Technik agiert, bieten.

Die selbstbewusste Interpretation eines modernen, britischen Sportwagens wurde von den Automobildesign-Studenten Simon Long, Managing Director, Darren Rungasamy, Manufacturing Director und Marcus Rayner, Design Director, realisiert. Gemeinsam gründeten sie das Unternehmen Climax Ltd. mit dem Wunsch, die durch Manufakturen wie Jaguar und Rover bekannte Stadt Coventry erneut ins Rampenlicht der Automobilwelt zu heben. Das Ziel sollte sein, ein unweltfreundliches Automobil zu entwickeln, dessen Design und Performance nicht unter dem ökonomischen Aspekt leiden sollte.



Mit ihrem ersten Projekt „Concept Climax“ schuf das junge Ingenieursteam ein fließendes Design, das einerseits einen minimalen Luftwiderstand bietet, andererseits das Design historischer Langstrecken-Rennwagen verkörpert – als Vorbild diente der legendäre Cooper Climax F1-Rennwagen aus den 50er-Jahren. Fehlende Karosserieelemente wie das Dach und die Türen sind eine Reminiszenz an diese frühen Automobile. Dank dieser radikalen Leichtbaumaßnahmen soll zudem ein sehr geringes Gesamtgewicht von 546 kg erreicht werden.

In Hinblick auf die schwindenden Mineralölreserven und das wachsende Ozonloch erhält der Concept Climax einen hochmodernen Vierzylinder, dem leicht entflammbares Bio-Ethanol zugemischt wird. Dieser hochprozentige Kraftstoff weißt nur minimale Verbrennungsrückstände auf und verringert damit die unweltschädlichen Emissionen. Wie in einem F1-Rennwagen hat der Fahrer die Möglichkeit, die Kraftstoffzufuhr via Laptop eigens zu programmieren. Mit optimaler Kraftstoffversorgung leistet das Aggregat 270 PS bei 6.500/min. Die Beschleunigung von Null auf 100 km/h soll in nur 3,4 Sekunden erfolgen.



Ins Innere des Climax gelingt der Fahrer nur von oben, mit einem gekonnten Schwung über die Flanken des Sportwagens. Dort erwartet ihn ein komplett ergonomisches Interieur, das quasi um den Fahrer herum gebaut wurde.

Momentan halten die Visionäre Long, Rungasamy und Rayner erste Gespräche mit Investoren und potentiellen Kunden. Ob das Projekt „Climax“ einmal in Serie geht, bleibt demnach ungeklärt.

Text: Jan Richter
Fotos: Climax Ltd.


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