Snapshot, 1973: Helen Stewart schießt zurück!

Während Ehemann Jackie gerade damit beschäftigt war, sich beim Großen Preis von Australien 1973 den zweiten Platz und damit seinen dritten Weltmeistertitel zu sichern, nahm Ehefrau Jackie den Fotografen Rainer W. Schlegelmilch ins Visier.

Pilotenbrille, Retrokamera, Rotgolduhr und Jeanshemd: dieser Look liegt so weit zurück, dass er schon wieder aktuell ist. Helen Stewart hätte das Rennen gefallen, denn der legendäre Schotte, der in seinem Tyrell als Siebter auf dem Grid gestartet war, holte in einem grandiosen Rennverlauf auf und passierte gleich hinter Ronnie Petersons siegreichen Lotus das Ziel. Aber nur drei Rennen später während des Trainings für das Saisonfinale in Watkins Glens wurden Jackie Stewart und die komplette Formel 1 vom tragischen Tod seines Teamkollegen François Cevert erschüttert. Obwohl er zum Finale seine Karriere beenden wollte - den Fahrertitel hatte er bereits sicher  -, traten Stewart und das Tyrell-Team aus Respekt nicht zum Rennen an. Als Folge erhielt Lotus-Ford den Konstrukteurstitel der Formel 1.

Foto: Rainer W. Schlegelmilch/Getty