Snapshot, 1967: Dan Gurney macht sich warm für Le Mans

Es ist der 10. Juni 1967, wenige Stunden vor dem Start zur 35. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Der amerikanische Rennfahrer und Konstrukteur startet auf einem Ford GT 40 Mk IV und albert –bevor es ernst wird – noch mit einigen Bardahl-Girls herum....

Schaut man in sein Gesicht, scheint Gurney schon zu ahnen, dass er am Ende der brutalen 24 Stunden als Sieger abgewunken werden würde. Vielleicht empfindet er die Tatsache, zu beiden Seiten von drei hübschen Sponsoren Girls eingerahmt zu sein, aber auch nur als gutes Omen. Doch schon bald wird aus dem fröhlichen Posieren Ernst: Denn Gurney und sein amerikanischer Teamkollege, der dreifache Indy 500-Sieger A.J. Foyt, haben ein Rennen zu gewinnen. Was die dann auch schaffen: Nach 24 Stunden gehen sie nach 388 Runden auf dem 13,461 Kilometer langen Kurs mit ihrem Ford GT40 Mk IV Startnummer 1 als Erste vor zwei Ferrari und ihren Teamkollegen McLaren/Donohue durchs Ziel. Ihr Schnitt für die 5.232,9 Kilometer beträgt 218,038 km/h – ein neuer Distanzrekord, obwohl sie mangels Konkurrenz in den letzten zwei Stunden nur noch bummelten. Zugleich schrieben sie an diesem 11. Juni 1967 gleich zweimal Geschichte: Gurney und Foyt sind auch noch 50 Jahre später die einzigen Amerikaner, die mit einem amerikanischen Team und auf einem in den USA gebauten Auto Le Mans gewinnen konnten. Zugleich begründete Gurney mit seiner hier erstmals aufgeführten Champagnerdusche eine Tradition, die bis heute bei jedem Autorennen zelebriert wird. Mit dem Risiko für alle Umstehenden, von der Dusche etwas abzubekommen....

Foto: Rainer W. Schlegelmilch via Getty Images