Snapshot, 1966: Keine Sitzheizung für Brigitte Bardot

Wir schreiben den Januar 1966 und ganz Méribel steht Kopf – denn unter den Wintergästen befindet sich auch Brigitte Bardot, die in einem luxuriösen Chalet residiert und mit ihrem Rolls-Royce zum Einkaufen fährt. ​Glamourös, sicherlich – aber wie es scheint nicht allzu komfortabel.

Ein Rolls-Royce ist Mitte der Sechzigerjahre selbst in Paris oder Cannes ein seltener Anblick. Wenn sich "das beste Auto der Welt" jedoch auf die eisigen Sträßchen der französischen Alpen verirrt und zudem die begehrteste Frau der Grande Nation das Steuer in den Händen hält, gibt es für die Einheimischen kein Halten mehr: Glamouröser kann man seine Skiferien schließlich nicht verbringen! So komfortabel der Rolls-Royce jedoch auf interkontinentalen Autobahnen sein mag, so knifflig lässt sich das schwere Gefährt mit der schier endlosen Motorhaube auf schmalen und verschneiten Straßen bewegen. Allradantrieb oder ABS? Fehlanzeige! Auch eine Sitz- oder Lenkradheizung wünscht sich "La BB" vergeblich. Glücklicherweise ist jedoch stets ein Kavalier zur Stelle, um der Diva beizustehen. Als Brigitte Bardot auf dem Eis das Gleichgewicht verliert und stürzt, reicht ihr der spätere Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing die Hand, wird dabei aber von einem Hund gebissen. Zumindest an Geschichten für die Boulevardpresse scheint es im Winter 1966 nicht zu mangeln.

Photo by Francois Gragnon/Paris Match via Getty Images