Snapshot, 1964: Alles oder nichts - der BMW oder Claudia Cardinale

Es ist 1964 und wir sind am Set für das Filmdrama „Sandra“ in der Etruskerstadt Volterra. Claudia Cardinale und ihr Film-Gatte Michael Craig warten, dass Regisseur Luchino Visconti „Action“ ruft. Gerade sind sie mit einem BMW 507 vorgefahren....

In dem 1965 beim Filmfestival von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneten italienisch/französischen Filmdrama Sandra (Originaltitel: Vaghe stelle dell’Orsa) spielt Claudia Cardinale Sandra Dawson – eine italienische Lady, die mit ihrem amerikanischen Ehemann Andrew an den Ort ihrer Kindheit zurückkommt. Grund: Ihr Vater, ein im KZ gestorbener Jude, soll mit einer Büste geehrt werden. In den Eröffnungsszenen des in harten schwarz/weiß-Bildern gedrehten Films fahren beide in einem BMW 507 mit Genfer Kennzeichen in Volterra ein. Wo sie – hier im Bild - am Haus der Familie anhalten. In der Folge überschlagen sich dann die Ereignisse. Sandra erfährt von ihrer bösartigen Mutter, dass diese selbst die Deportation des Vaters durch eine Anzeige verursacht hat. Andrew wiederum wird Zeuge der inzestuösen Beziehung zwischen Sandra und ihrem jüngeren Bruder Gianni, gespielt vom französischen Mimen Jean Sorel. Mögen die Kritiken auf den Anfang 1966 auch in deutschen Kinos gezeigten Film durchaus unterschiedlich gewesen sein – die Darstellung der damals 27-Jährigen Claudia Cardinale begeisterte Cineasten ebenso wie der Traumsportwagen jener Jahre aus München...

Foto: Mondadori Portfolio Premium via Getty Images