Snapshot, 1963: Das nennen Sie Arbeit, Miss Fonda?

Eigentlich ist Jane Fonda 1963 an die Côte d'Azur gereist, um sich auf ihre Rolle in ihrem ersten französischen Film vorzubereiten. Doch das scheint mit einem Schauspielkollegen und Playboy wie Alain Delon leichter gesagt, als getan.

Anfang der 1960er Jahre führt Alain Delon ein Leben wie, nun ja, Gott in Frankreich. Er hat mit Regie-Stars wie Visconti und Antonioni gedreht, ganz Europa liegt ihm zu Füßen - und nun hat ihm das Schicksal auch noch diese angesagte und ungeheuer attraktive Schauspielerin aus den USA in die Arme gespielt: Zusammen mit Jane Fonda soll er in den kommenden Wochen für den Thriller "Les Félins" an der Côte d'Azur vor der Kamera stehen. Doch Alain Delon hat nicht vor, seine neue Begleitung mit Textproben zu langweilen - lieber fährt er Jane Fonda in seinem Ferrari 250 California Spider durch die Gegend oder entführt sie mit einer Riva zum Wasserski-Fahren am Cap Martin. Entsprechend wenig Kapazität bleibt für die Dreharbeiten. Fonda erzählt später von chaotischen Dreharbeiten, bei denen sie kaum ein Wort versteht. Und auch die Kritik ist alles andere als begeistert; die New York Times bezeichnet den Film als "prätentiösen Blödsinn, in dem sogar die Côte d'Azur grau und schmutzig herüberkommt". Nicht einmal Alain Delons aufwändige Balz zeigt langfristigen Erfolg - Fonda heiratet zwei Jahre später einen anderen französischen Ferrari-Fahrer, den Regisseur Roger Vadim. 

Foto: Francois Pages/Paris Match via Getty Images

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