Snapshot, 1957: Vorsicht, freilaufende Badenixen in Daytona Beach!

Gefahrenzone Strand: Während sich die heutigen Badegäste in Florida höchstens vor Bikinistreifen fürchten, bestand noch in den 1950er Jahren ein durchaus realistisches Risiko, beim Sonnenbad von einem blubbernden Achtzylinder überrollt zu werden.

Ein heißer Frühsommertag im Jahr 1957. Am Strand von Daytona Beach ist die Hölle los. Kinder spielen in der Brandung, junge Damen defilieren in den neuesten Badeanzügen der Saison - und zwischendurch dröhnen Männer mit ihren Straßenkreuzern und Motorrädern. Was heute in einem Land, dass seine Kaffeebecher mit Warnhinweisen beklebt, undenkbar wäre, gehörte in den USA der 1950er Jahre zur Realität. Autofreie Zone war höchstens das Wohnzimmer - und ein, zwei überfahrene Meerjungfrauen pro Saison wurden als Kolateralschäden der heilsbringenden Automobilisierung achselzuckend abgehakt. Besonders findige Badegäste parkten ihren Wagen gleich in der Brandung, um sich die sandigen Füße zu ersparen - oder nutzten die Vinylsessel ihres Cabriolets als Strandkorb. Selbst für ein kurzes "Mittagsschläfchen" mit der neuesten Strandbekanntschaft war der Chevy oder Buick stets in Reichweite. Wer hat nochmal behauptet, dass der Fortschritt der Menschheit dient?

Foto: J. Baylor Roberts/National Geographic/Getty Images