Shooting in Style: Die besten Kameras im Retro-Look

Der Markt für hochauflösende Digitalkameras im klassischen Design der 1950er und 1960er Jahre boomt. Wir verraten Ihnen die besten Kameramodelle und Accessoires im Retro-Look.

Wer regelmäßig zum Concorso d'Eleganza Villa d'Este, dem Londoner Tweed Run oder ähnlichen Retro-Events reist, kennt das Problem: Da hat man viele Stunden in ein stilgerechtes Outfit investiert – und am Schluss wirft man sich doch die klobige Spiegelreflex im Plastik-Look mit ihrem unschönen Markenband um die Schulter. Doch Rettung naht: Seit dem Siegeszug der Retro-Ästhetik durch Smartphone-Apps wie Hipstamatic und Instagram kehren auch die großen Kamera-Hersteller zum klassischen Design der 1950er und 1960er Jahre zurück. Mit den folgenden Kameras sichern Sie sich nicht nur einen stilvollen Auftritt beim Goodwood Revival, auch die Qualität der Aufnahmen wird Sie überzeugen.

Leica M Jubiläumsedition „100 Jahre Leica Fotografie“

Leica hat die Umstellung von der analogen zur digitalen Fotografie nicht nur unbeschadet überstanden – die Kameras der Manufaktur-Marke aus Wetzlar sind derzeit so begehrt wie selten zuvor. Zum 100. Jubiläum wurde nun ein auf 500 Stück limitiertes Jubiläumsmodell der legendären Messsucherkamera Leica M  aufgelegt. Der Max-CMOS-Bildsensor im vollen Kleinbildformat mit 24 Megapixeln und das Angebot überragender Linsen machen die Leica bis heute zur ersten Wahl für ambitionierte Fotografen und Reporter. Aber Vorsicht: Wer zuvor mit einer Point-and-Shoot- oder Spiegelreflexkamera fotografiert hat, muss sich auf eine komplexere Handhabung umstellen. 

Nikon Df

Wer einst mit einer analogen Nikon F3 oder FM fotografiert hat und die einfache Handhabung vermisst, wird sich über diese Kamera freuen: Seit Ende 2013 hat Nikon mit der Df eine puristische Spiegelreflexkamera im Programm, die auf Videomodi und ähnliche Zusatzfunktionen verzichtet. Dafür hat die Nikon Df wieder ein traditionelles Verschlusszeitenrad, das deutlich schneller zu handhaben sein dürfte als ein umständliches Menü.

Fujifilm X-T1

Ein schlichtes Retro-Design mit mechanischen Bedienelementen hat der X-Serie von Fujifilm bereits eine große Fangemeinde eingebracht. Mit der Fujifilm X-T1 ist seit Anfang 2014 eine spiegellose Systemkamera mit APS-C-Sensor auf dem Markt, die nicht nur einfacher, sondern auch schneller funktioniert als viele Konkurrenten. Der exzellente Sucher, die hohe Bildqualität und das wettergeschützte Gehäuse machen die X-T1 auch für Profis interessant, die eine kompakte Alternative zu ihrer DSLR-Kamera suchen.

Olympus OM-D E-M10

Großer elektronischer Sucher, leistungsstarker 3-Achsen-Bildstabilisator und Autofokus, eingebauter Blitz und WiFi – die Olympus OM-D E-10 ist trotz ihres Vintage-Looks und der mechanischen Haptik ganz auf der Höhe der Zeit. Die Kamera ist robust und ergonomisch gestaltet und kann mit den Festbrennweiten und Zoomobjektiven der OM-D-Serie kombiniert werden.

Sony A7R

Ein Vollformatsensor mit bis zu 36 Megapixeln in einer kompakten Systemkamera? Bis zur Einführung der Sony A7R waren derartige Leistungen auf minimalem Raum kaum denkbar. Neben der Bildqualität sprechen ein leichtes Gehäuse und zahlreiche manuelle Einstellmöglichkeiten für die Sony. Hinzu kommt der Vorteil, dass man per Adapter starr der Zeiss-Optiken auch die noch hochwertigeren Linsen des Leica-M-Systems nutzen kann. 

Kamera-Accessoires for Hard Graft

Für Ästheten sind die Riemen und Taschen, die man im Fotoladen erwerben kann, meist ein Grauß. Glücklicherweise hat die britische Leder- und Filz-Manufaktur Hard Graft die Fotografen als Zielgruppe für sich entdeckt und produziert nun zahlreiche sehr attraktive Gurte und Taschen, die jede Retro-Kamera noch einmal mehr zur Geltung bringen.