Fünf Dinge, die Sie noch nicht über Miami Vice wussten

Die Autos, die Boote, die Mode – Miami Vice ist Kult! Wir haben uns auf die Suche nach den Geheimnissen der Serie begeben und falsche Ferraris, Cowboy-Stiefel und seltene Erbkrankheiten entdeckt.

Fünf Dinge, die Sie noch nicht über Miami Vice wussten


Ferrari oder nicht Ferrari – das ist hier die Frage

Es wird viele Enttäuschen, aber der schwarze Ferrari Daytona Spider ist eine Mogelpackung. Gebaut von der Karosserieschmiede McBurnie, versteck sich unter dem kopierten Blechkleid das Chassis und die Technik einer Chevrolet Corvette C3. Bei Ferrari war man über den Erfolg des falschen Spider in Sorge, da man einen Imageschaden befürchtete. Deshalb stellte Ferrari der Miami-Vice-Produktionsfirma zwei weiße Ferrari Testarossa zur Verfügung. Allerdings unter der Bedingung, dass man sich des Daytonas entledigte. In der Episode „Liebe und Tod“ war es soweit: Die ungewünschte Kopie wurde in die Luft gesprengt. Doch auch vom Testarossa wurde auf Basis eines 1972er De Tomaso Pantera eine Kopie gebaut. Allerdings nur als Stunt-Auto, dass nach Abschluss der Dreharbeiten von Ferrari demontiert wurde.





Fünf Dinge, die Sie noch nicht über Miami Vice wussten

Phil Collins der Betrüger

Mit „In the Air Tonight“ landete der ehemalige Genesis-Sänger Phil Collins einen Miami-Vice-Hit. Doch nicht nur musikalisch trat der gebürtige Brite bei Miami Vice in Erscheinung. In der Folge „Phils Trick“ spielt der Musiker den betrügerischen Gameshow-Master Phil „The Shill“ Mayhem. Perfekt gestylt mit goldenem Hemd und passendem Schlips reiht sich Collins ein in den Reigen berühmter Miami-Vice-Gaststars, zu denen auch Julia Roberts und Bruce Willis zählen.





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Miami Marina

Nicht nur zu Wasser, sondern auch zu Lande waren die Undercover-Cops Crockett und Tubbs den Drogenbaronen dicht auf den Fersen – und zwar standesgemäß mit dem Wellcraft 38 Scarab KV Speedboat. Etwas gemächlicher ließ es Crockett auf seiner Segelyacht angehen, die er als ständigen Wohnsitz nutze. Erstaunlich ist allerdings, wie häufig der Bulle seine Yacht im Laufe der Zeit wechselte. In den ersten Folgen lebt Crockett gemeinsam mit Watch-Gator Elvis auf einer Cabo Rico 38. Später wird diese durch eine Endeavor 40 und dann durch deren Nachfolger, die 42-Fuß-Endeavor, ersetzt. Warum alle „Hausboote“ den Namen „The St. Vitus' Dance“ trugen, bleibt ein Rätsel – ist dies doch die veraltete englische Bezeichnung für die Erbkrankheit Chorea Huntington.





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Crockett in Jeans und Cowboy-Boots

Männer in Weiß – so hätte der deutsche Titel der Erfolgsserie auch lauten können. Die Kostümbildner der Serie haben ganze Arbeit geleistet: Weiße Sakkos mit hochgerempelten Armen und mit pastellfarbene Hosen, das war der Stil der 1980er Jahre. Doch wäre es nach Don Johnson gegangen, dann hätte Crockett die Drogenbosse in Jeans und Cowboy-Stiefeln gejagt. Ihm gefiel der modisch-softe Auftritt, denn die Kostümschneider für den smarten Polizisten vorgesehen hatte, überhaupt nicht. Doch zum Glück konnte sich Johnson nicht durchsetzen und liefert uns somit Anlass, noch Jahrzehnte später über Schulterpolster und Schlabberhosen zu schmunzeln.





Fünf Dinge, die Sie noch nicht über Miami Vice wussten

Hitverdächtig

Neben den filmischen Leistungen wurde Miami Vice auch für das perfekte Zusammenspiel von Szene und Musik gelobt. Der erste Soundtrack der Serie belegte 1985 zwölf Wochen lang Platz 1 der US-Charts und avancierte dadurch zum erfolgreichsten Soundtrack aller Zeiten. Filmmusik-Legende Henri Mancini gratulierte dem für die Miami-Vice-Musik verantwortlichen Jan Hammer persönlich. Mancinis Musik für die TV-Serie „Peter Gunn“ galt seit 1959 als die erfolgreichste TV-Musik.





Weiterführende Links

Einen Bericht über einen echten Ferrari Daytona Spider lesen Sie im Magazin.

 

Fotos: Getty Images