Alfred Hitchcock und seine Blondinen

Bevorzugen Männer wirklich Blondinen? Alfred Hitchcock jedenfalls schon, auch wenn er stets beteuert, seine Vorliebe für blonde Schauspielerinnen sei rein cinematografischer Natur. Blondinen gäben die besten Opfer ab, so seine Ansicht. Wie recht Hitch hatte, blickt man zurück auf seine Damen.

Vom britischen Großmeister des Thrillers stammt der Vergleich: „Blonde Schauspielerin sind wie blutige Fussabdrücke auf einer unschuldigen Schneedecke.“ Die Besetzung der weiblichen Hauptrollen in einigen seiner größten Erfolge sind ein deutlicher Beweis dieser Vorliebe für Blond.
 


Spanner: Grace Kelly

Alfred Hitchcock und seine Blondinen

Grave Kelly gehört zweifelsfrei zu den Lieblings-Blondinen von „Hitch“. Unvergessen ihre Rolle als Lisa Carol Fremont an der Seite von James Stewart im Thriller „Das Fenster zum Hof“. Kelly spielte insgesamt in drei Hitchcock-Filmen. Sie galt unter den Filmdiven die für den britischen Regisseur arbeiteten als die „robuste“. Sie war recht immun gegen die quälerische Zusammenarbeit mit dem Perfektionisten Hitchcock.




Schwindelerregend: Kim Novak

Alfred Hitchcock und seine Blondinen

Eine wichtige Rolle in Hitchcocks Celluloid-Affäre mit Blondinen spielte die heute 86-jährige Kim Novak. Schon beim ersten Blick ist klar, warum Detective Scott Ferguson alias James Stewart der blonden Femme Fatal hoffnungslos in „Vertigo“ verfällt. Übrigens die Jury des Filmfestivals in Cannes hat sich 2013 entschieden das Meisterwerk 55 Jahre nach der Erstaufführung als Wettbewerbsfilm starten zu lassen. Kim Novak wird bei der „zweiten“ Premiere dabei sein.




Das Vögelchen: Tippi Hedren

Alfred Hitchcock und seine Blondinen

Mit der Entdeckung des Models Tippi Hedren hat Hitchcock einmal mehr seine Klasse als Regisseur unterstreichen Können. In den Castings für die „Vögel“ spielte die junge Frau alle Mitbewerberinnen an die Wand. Auch ihre spätere Rolle im Hitchcock-Thriller „Marnie“ meisterte sie erschreckend fantastisch. Well done Hitch!




Gar nicht unsichtbar: Eva Marie Saint

Alfred Hitchcock und seine Blondinen

Für ihre Rolle als nicht ganz unschuldige Schönheit im Spionagedrama „Der unsichtbare Dritte“ musste die, im Film so zerbrechlich wirkende Schauspielerin Eva Marie Saint alles aus sich rausholen. Hitchcock war mit fast jeder Einstellung unzufrieden und ließ das arme Wesen Teile wieder und wieder neu spielen. Am Ende kann sich das Ergebnis allerdings sehen lassen. „Der unsichtbare Dritte“ gehört zu den erfolgreichsten Filmen Hitchcocks.




Wenn Männer zu viel Wissen: Doris Day

Alfred Hitchcock und seine Blondinen

Der Sonnenschein Doris Day passt auf den ersten Blick überhaupt nicht in das – nennen wir es mal – „cinematografische“ Beuteschema von Alfred Hitchcock. Doch „Hitch“ – ganz Profi – brachte die heitere Doris, im Attentats-Thriller der „Mann der zu viel wusste“, an den Rand der Verzweiflung. Es sollte der einzige Film mit Doris Day bleiben.

Fotos: Getty Images