Christie's Rétromobile Paris 2006 - Countdown

Nur noch zehn Tage, dann fällt der Hammer zur ersten Christie’s Auktion in diesem Jahr: Am 11. Februar findet die große Versteigerung im Rahmen der Rétromobile 2006 in Paris statt. Wie wir bereits berichteten, kommen einige interessante Automobile zum Aufruf – darunter auch der Aston Martin des berühmten Sir Peter Ustinov. Der Katalog ist um einige interessante Lots gewachsen, zu denen drei außergewöhnliche Jaguar aus den 50er Jahren, ein Vorkriegs–Mercedes-Benz Turbo, ein Bentley Typ R Continental und ein seltener Alfa Romeo 6C 2500 SS „Turbolare“ mit einer Ghia-Karosserie zählen.

Im Jahr 1950 wurden drei Alfa Romeo-Chassis mit einem Blechkleid des italienischen Karosseriebauers Ghia versehen. Zusätzlich wurde diesem Trio ein viertes Modell beiseite gestellt: der 6C 2500 SS „Turbolare“. Dieser wurde mit einem – zu dieser Zeit – modernen Rohrrahmen versehen. Gefertigt wurde das Fahrgestell in der Werkstatt der mailändischen Firma Gilco. Die Bezeichnung Gilco setzt sich aus dem Vor- und Nachnamen des bekannten Ferrari-Ingenieurs Gilberto Colombo zusammen. Der Wagen wird von einem 6-Zylindermotor mit zwei Weber-SS-Vergasern angetrieben. 2001 belegte dieses Modell den zweiten Platz beim Concours in Villa d’Este. Dieser elegante Gran Turismo geht mit einer Preiserwartung von 160.000 bis 220.000 Euro in die Auktion.



Jaguar XK 120 Roadster Aluminium Karosserie, Baujahr 1949


Jaguar XK120 ex-Le Mans, Baujahr 1951

Jeder der drei angebotenen Jaguar wurde in den 50er Jahren gebaut und ist genau der richtige Sportwagen für eine Teilnahme der diesjährigen Le Mans Classic. Chef im Revier der drei Raubkatzen ist ohne Zweifel der 1952 gebaute Jaguar Typ C des schottischen Rennteams Ecurie Ecosse. Kein geringerer als Ian Stewart pilotierte den Rennwagen Klassiker schlechthin. Erst letzte Woche wurde ein Typ C auf einer RM-Auktion in den USA für 1.512.500 US-Dollar verkauft. Christie’s erhofft sich ein Ergebnis zwischen 1.200.000 bis 1.500.000 Euro.



Bei den anderen Jaguar handelt es sich um zwei XK 120. Der eine ist ein 1951 gebauter XK mit „Le Mans-Erfahrung“. Er belegte 1951 den elften Platz bei dem französischen Langstreckenklassiker – die wohl höchste Platzierung, die ein XK-Werksrennwagen je in Le Mans erreichen konnte. Die Erwartungen liegen bei 300.000 bis 375.000 Euro. Der andere ist ein 1949 gebauter XK 120 in einer äußerst seltenen Variante. Fast alles an diesem Modell wurde in Handarbeit angefertigt, wie zum Beispiel die Karosserie aus Aluminium und die Abdeckungen der hinteren Radläufe. Dieser XK befindet sich laut Katalog in einem tadellosen Zustand. Der Preis liegt zwischen 175.000 bis 220.000 Euro.



Natürlich finden Sie wie gewohnt eine detaillierte Beschreibung mit Bildern der gesamten Lots im Classic Driver Automarkt. Die Auktion startet am 11. Februar 2006 um 19:30 Uhr im Rahmen der Rétromobile im Porte de Versailles, Paris.

Jan Lühn
Specialist
CHRISTIE'S
International Motor Cars
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Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Christie's / Octane Magazine


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