Christie's Rétromobile Paris 2004 - Vorschau



1935 Bugatti T55 – Schätzung: 1.600.000 - 2.200.000 Euro

Ganze 35 Jahre Automobilgeschichte trennen die beiden Stars der kommenden Christie’s Rétromobile Auktion in Paris – und doch haben sie eins gemeinsam: Sie sind die „Créme de la Créme“ der Sportwagen-Konstruktionen. Das jüngere Modell ist der Porsche 917, ehemals Rennwagen des Martin Racing Team. Er wird auf 1.500.000 bis 1.800.000 Euro geschätzt. Bereits 1935 vom Band gelaufen, aber immer noch strahlend schön, erwartet der Bugatti Type 55 heute Gebote von 1.600.000 bis 2.200.000 Euro.

Chassisnummer 55238 kennzeichnet das letzte der nur 38 je gebauten Type 55-Modelle. Das bis heute in erster Hand gebliebene letzte Exemplar dieser Baureihe wird von einem turbogeladenen Achtzylinder aus dem Grand Prix-Rennwagen Bugatti T51 angetrieben.

Für jene, die den T55 nicht ersteigern, stellt Christie´s fünf weitere Bugatti zur Auswahl bereit – darunter einen 1929er Type 51 Grand Prix (450.000 - 550.000 Euro) sowie den sechst ältesten noch existierenden Bugatti, einen Type 15, Baujahr 1912, für geschätzte 175.000 bis 200.000 Euro.

Christie's Rétromobile Paris 2004 - Vorschau Der Porsche 917 ist das zwanzigste Exemplar des Ende 1969 gebauten Rennwagen-Modells und fuhr 1970 im Martini Racing Team. Das Team notierte 1971 einige bedeutende Erfolge im Motorsport – darunter der Gesamtsieg in Le Mans und beim 12-Stunden-Rennen von Sebring mit den Fahrern Elford und Larrousse.

Weitere edle Fahrzeuge dieser Auktion sind der 1965er Rolls-Royce Silver Cloud III für einen Schätzwert von 50.000 bis 70.000 Euro. Hierbei handelt es sich um das zweitürige Coupé – die Rolls-Royce-Version des Bentley Continental. Gunther Sachs kaufte damals diesen Wagen und schenkte ihn seiner Frau, der französischen „Sexbombe“ Brigitte Bardot. Das Auto wirkt mit seiner kastanienbraunen Lackierung und dem beigen Interieur besonders elegant.

Ein attraktives Paar der Marke Aston Martin – bestehend aus einem DB5, Baujahr 1964, (100.000 – 140.000 Euro) sowie einem DB6 Volante, Baujahr 1967, (150.000 – 180.000 Euro) – beides Linkslenker – bereichert die elegante Riege der Auktion.

Drei Alfa Romeo 6C, ein 1930er 1750 Gran Turismo (170.000 – 190.000 Euro), ein 1937er 2300 B Spyder Brescia (140.000 – 160.000 Euro) und ein 1943er 2500 'Corsa' Spider 2 Seater Sport (195.000 – 245.000 Euro) stehen ebenfalls auf der Liste.


Citroen DS 19 Cabriolets wurden in der letzten Zeit für hohe Summen gehandelt. Christie´s bietet ein weißes Exemplar, Baujahr 1962, an – die Preiserwartungen liegen bei 48.000 – 56.000 Euro. Der abgebildete 1968er Mercedes-Benz 600 Pullman (50.000 – 65.000 Euro) bietet mit insgesamt sechs Türen ausreichend Einstiegsmöglichkeiten, um zu den sieben Sitzplätzen im Interieur zu gelangen.

Der 1950er Abarth 205A, „The Fischer Green Star“, (90.000 – 120.000 Euro) besitzt eine interessante Geschichte. Ursprünglich war es ein originales 1950er Modell, gebaut von Abarth und mit einem 1.089 ccm Fiat-Motor ausgestattet. 1964 kaufte der Österreicher Helmut Fischer, Hobby-Rennfahrer und Automobil-Ingenieur, dieses Fahrzeug. Mit der Absicht, einmal ein perfektes Automobil zu entwickeln, begann Fischer den Abarth umzubauen. Motor, Fünfgang-Getriebe und Antrieb nahm er aus dem Alfa Romeo 1300 Giulietta Sprint. Weitere Modifikationen folgten und nach insgesamt drei Jahren Entwicklung brachte Fischer 1966 sein „perfektes Auto“ erstmals zurück auf die Strasse. Bis 2003, das Jahr in dem Helmut Fischer starb, blieb der Abarth in der Familie. Ganz gleich ob der Wagen in seinem derzeitig wirklich erstklassigen Zustand belassen oder zurück in einen originalen Abarth verwandelt wird, bleibt er auf jeden Fall ein außergewöhnliches Stück europäischer Automobilgeschichte.

Detaillierte Informationen zu allen Fahrzeugen dieser Auktion erhalten Sie in der Classic Driver Datenbank.

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Text: Classic Driver
Photos: Christie's