Christie's in Pebble Beach 2003 - Vorschau

Der Christie´s Pebbles Beach Katalog (ein Kunstwerk für sich) präsentiert eine fantastische Auswahl exotischer Fahrzeuge für die Auktion am Sonntag, den 17. August. Auf dieser Auktion wird unter anderem die Kauf-Option für den weltweit ersten Ford GT Baujahr 2005 versteigert, sowie ein Ferrari 365 Spyder California Baujahr 1967 (Km-Stand 23.500). Das Highlight ist aber sicherlich der Ex-Moss/Gurney Maserati Tipo 61 „Birdcage“ von 1960 mit einem Schätzwert von 1.500.000 bis 2.000.000 Dollar.

Pebble Beach bleibt, was es schon immer war – das jährliche Zusammentreffen der reichsten Automobilsammler und -Liebhaber der Welt. Was hier angeboten wird gehört zu den wertvollsten und schönsten Raritäten der automobilen Welt. Klassisches Beispiel: Der Maserati Birdcage von 1960. Das Fahrzeug ist eines der seltensten und außergewöhnlichsten Sportwagen der Welt. Der Wagen mit Chassis-Nr. 2461 war Teil des „Lucky“ Casner’s Camoradi Racing Teams und gewann 1960 die 1000 Km auf dem Nürburgring, mit Stirling Moss und dem hochtalentierten amerikanischen Fahrer Dan Gurney. Für Le Mans wurde der Wagen generalüberholt und am Ende der Saison an einen amerikanischen Privatier verkauft. Nach einer Zeit im Museum zirkulierte der Wagen in der Historischen Renn-Szene der Siebziger und Achtziger Jahre. Die ganzen Renn-Vorbereitungen und Unfälle lassen darauf schließen, dass der Wagen viele Teile trägt die nicht mehr Original sind – Christie’s spricht von einer „kontinuierlich nachvollziehbarer Geschichte“ schon aus diesem Grund wird das Fahrzeug wohl ein “Big Ticket“ dieser Auktion werden.

Auf dieser Auktion sind eine Menge Fahrzeuge mit einem amerikanischen Einschlag – entweder in den USA gebaut oder für den amerikanischen Markt entwickelt. Beispiele hierfür: Ein Packard Model 840 Roadster Baujahr 1931 (135.000 bis 165.000 Dollar) und ein Cadillac Series 355 – A Roadster von 1931 mit einer Preiserwartung von 70.000 bis 90.000 Dollar. Den Geschmack der Amerikaner trifft sicherlich auch die Auswahl an Jaguar E-Type’s und Austin Healey’s sowie zwei Ferrari’s. Ein Ferrari 365 Spyder California von 1965 und ein Ferrari Superfast Series I Baujahr 1964 – die ironischerweise beide in den USA angemeldet waren.

Ein früherer Ferrari; Schätzwert 280.000 bis 320.000 Dollar, war das Ausstellungsauto der Turiner Motorshow von 1964 und ist eines von 25 gebauten Modellen der Serie I Fahrzeuge. Die Chiaro-blaue Lackierung und das schwarze Leder vermitteln den Eindruck höchster Qualität. In der gleichen Farbkombination, allerdings Azzuro-Blau, wird der Wagen als so selten beschrieben, dass Ferrari niemals eine eigene Broschüre für ihn gedruckt hat. Jahrzehnte lang war er im Besitz einer italienischen Familie und wurde 2001 in die USA verschifft. Die Preiserwartung liegt bei 500.000 bis 700.000 Dollar und reflektiert den seltenen und originalen Zustand dieses einmaligen Ferrari.



Christie’s hat auch ein sehr schönes „Muscle Car“ im Angebot. Ein Shelby GT500 Convertible von 1970. In Blau mit weißen Rennstreifen wurde das Fahrzeug in den späten Achtzigern restauriert und ist ein absolutes „Show-Car“. Die Schätzungen liegen bei 80.000 bis 120.000 Dollar.

Der Erlös des ersten Ford GT geht einer wohltätigen Stiftung zu. Jemand bekommt die Chance den ersten Produktions Ford GT zu ersteigern. Ford hat bis heute keine Verkaufspreise veröffentlicht. Aber die Schätzungen von 150.000 bis 180.000 Dollar sollten in der Relation liegen. Die Warteliste zu umgehen und noch wohltätig dabei zu sein – kein schlechtes Argument für den Ford GT.

Die Auktion beginnt am 17. August um 18:00. Erst kommen die Automobilia unter den Hammer, danach werden 60 Fahrzeuge versteigert Nur ein gründliches Studium des Katalogs oder ein Besuch unter www.christies.com wird der Masse der Fahrzeuge gerecht.

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Text: Steve Wakefield