Christie’s in Pebble Beach 2003 - Rückblick

„Die Sammler boten geradezu enthusiastisch für Fahrzeuge mit außergewöhnlicher Geschichte, wie bei dem Ferrari Spyder California von 1967, dem Alfa Romeo 6C-1750 Baujahr 1931 und einem Siata 400L von 1952, die allesamt gute Preise erzielten,“ sagte Miles Morris, Chef von Christie’s International Motor Cars. „Ein absolutes Highlight war der Moment, in dem Jay Leno den ersten Kunden-Ford GT (2005) vorstellte und dieser unter tobenden Applaus für 506.200 Euro verkauft wurde.“ Das entspricht dem Dreifachen der Preiserwartung.

Der hohe Preis für den Ford GT war sicherlich eine Überraschung, insgesamt verbuchte die Auktion Einnahmen in Höhe von 5.200.000 Euro. Wieder einmal wurde damit die Anziehungskraft des Pebble Beach-Wochenendes auf die „High-Roller“ der Automobilszene bestätigt. Mit einem Preis von 576.000 Euro lag der Ferrari 365 Spyder California von 1967 genau in den Erwartungen und war mit Abstand das größte Los der Auktion. Ganz anders ging es dem Ferrari Superfast Serie I Baujahr 1964. Der Wagen fand keinen Käufer. Mit 141.000 Euro erzielte der Ferrari 330GTC Coupé von 1967 dagegen einen guten Preis für ein Concours Fahrzeug.

Ein Alfa Romeo Tipo 6C-1750 Supercharged Gran Sport Spyder erhielt den Zuschlag bei 406.000 Euro. Das Fahrzeug mit der Zagato Karosserie war lange Zeit in den USA zuhause, gehörte aber ursprünglich in die Sammlung des Briten Charlie Martin.

Mit einem schönen Mercedes-Benz 300SL Gullwing von 1955 erzielte Christie’s 296.400 Euro. Der Wagen ist in einem leichten Metallic grün gehalten, besitzt einen modifizierten Motor und SLR-Sitze. In den späten Fünfzigern wurde mit diesen Modellen auf der ganzen Welt intensiv Rennen gefahren.

Ebenfalls verkauft: Ein Siata 400L von 1952, der 306.500 Euro in die Kassen spülte. Diese Vintage Rennwagen waren schon in den Fünfzigern teure Autos. Der beschriebene Wagen wurde 1990 auf der Mille Miglia bewegt.

Zuletzt müssen noch die Austin Healey’s erwähnt werden. Der Austin Healey 3000 Mk I 2+2 Roadster von 1959 (48.000 Euro) und der Austin Healey 3000 MK III Phase 2 Convertible (58.000) lagen genau in den Preiserwartungen und sind ein guter Beleg für die momentane Marktsituation, allerdings waren beide in perfekten Zustand.

Insgesamt wurden 48 der 74 Angebote verkauft. Das entspricht einem Anteil von 65 Prozent. Alle aufgeführten Preise verstehen sich inklusive Provision und Aufgeld.

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Christie’s nächste Auktion in Europa findet am 31. August beim Concours d’Elegance Paleis Het Loo in Holland statt. Um alle Fahrzeuge mit Fotos in der Classic Driver Datenbank zu sehen, klicken Sie bitte hier. .

Text: Steve Wakefield