Chapal 1832: Prêt-à-courir

Die Laufstege für die Designs von Chapal findet man nicht bei der New York Fashion Week oder den Schauen in Mailand. Sie werden auf berühmten Rennstrecken wie Le Mans oder Goodwood präsentiert. Der neue Chapal-Showroom im Herzen von Paris könnte bald zum Wallfahrtsort des wahren „Gentleman Driver“ werden.

Als Léonard Chapal im Jahr 1832 zusammen mit seinem Vetter Marien Cougny eine kleine Gerberei in der Region Creuse nahe der Stadt Limoges eröffnete, konnte keiner mit dem späteren Erfolg des Unternehmen rechnen. Bekannt wurde die Firma durch die Produktion von Fliegerjacken für die französische und die US-amerikanische Luftwaffe. Anfang der 50er Jahre begann Chapal sich mit einer neuen Linie dem Motorsport zu widmen. Der Eintritt in das neue Geschäftsfeld ist dem automobilbegeisterten Jean Bardinon zu verdanken. Er trat durch die Heirat mit einer Tochter des Senior-Chefs Emile Chapal als Geschäftsführer in das Unternehmen ein.

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In dieser Zeit entstanden viele der Stücke, die heute immer noch in ihrer ursprünglichen Form in Handarbeit gefertigt werden. Dazu gehören Helme, Handschuhe, Renn-Overalls und Schuhe im historischen Design. Noch heute stammt das verarbeitete Leder aus der hauseigenen Gerberei in der Nähe von Limoges. In den letzten Jahren kam eine moderne Linie mit Hemden, Jeans und weiteren Accessoires hinzu.

Der neue Showroom liegt an der Rue de Rivoli, in der Nähe des Place de la Concorde in einer der klassischen Pariser Stadtwohnungen mit hohen Decken und reichlich Stuck-Ornat. Ein Besuch des Jean François Bardinon-Showrooms sollte beim nächsten Paris-Besuch auf jeden Fall eingeplant werden. Neben der Chapal-Kollektion werden Kunstwerke aus der privaten Sammlung des Chapal-Nachfahren Jean François Bardinon ausgestellt.

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Weitere Informationen über Chapal erhalten Sie unter www.chapal.fr.

Text: J. Philip Rathgen
Fotos: Chapal



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