Carbon macht den neuen Lamborghini leicht

Auch Lamborghini sieht Carbon als den Werkstoff der Supersport-Zukunft. Der Nachfolger des Zwölfzylinder-Boliden Murciélago, der in Genf Premiere feiert, nutzt diese Technik für eine Insassenzelle nach Vorbild der Formel-1-Rennwagen. Das Monocoque wird vollständig aus Kohlenstofffasern hergestellt und von Lamborghini in einer neuen Produktionsstätte am Stammsitz Sant’Agata Bolognese gefertigt.

Laut Maurizio Reggiani, Entwicklungschef bei Lamborghini, will der italienische Sportwagenhersteller den Wissensvorsprung bei dieser Technik weiter ausbauen und sich so einen Spitzenplatz im Leichtbau von Supersportwagen sichern. 147,5 Kilogramm wiegt die solide Zelle des neuen Lamborghini, die um 50 Prozent steifer sein soll als bisherige Karosserien. Vorder- und Hinterachse sowie der V12-Zylinder werden über Hilfsrahmen direkt an dem im Urzustand mattschwarz schimmernden Gebilde befestigt. Es ist 2,20 Meter lang und sieht beinahe aus wie die Grundstruktur eines besonders sportlichen Smart. 120 Arbeitsstunden werden benötigt, um die einzelnen Bauteile des Monocoque in teils aufwendiger Handarbeit herzustellen. Danach werden sie in Vakuumöfen "zusammengebacken“, die reine Garzeit liegt bei 30 Minuten. Drei bis vier Fahrerzellen des Zweisitzers können so am Tag fertiggestellt werden. Dem Vernehmen nach soll der neue Supersportler „Aventador“ heißen, traditionsgemäß benannt nach einem spanischen Kampfstier.

Text: Martin Andörfer
Fotos: Lamborghini