Bugatti 16C Galibier Concept: Auf Welt-Tournee

In neuem, nachtschwarzem Gewand zeigte sich das Bugatti 16C Galibier Concept unlängst in Genf und Beverly Hills. Ob die Millionen-Dollar-Limousine mittlerweile genug Käufer begeistern konnte, um eine Kleinserie zu finanzieren, ließen die VW-Vorstände weiter offen. Bei Motorisierung und Inneneinrichtung scheint man jedoch schon einen Schritt weiter.

Bisher hatten nur Brancheninsider und potenzielle Kunden den Bugatti 16C Galibier zu Gesicht bekommen, beim VW-Konzernabend in Genf wurde der Prototyp für eine Super-Limousine nun auch den Medien präsentiert. Auf einen Zwischenstopp in den Messehallen des Genfer Salons verzichtete die Markenführung allerdings – der Wagen ist schließlich auf Welt-Tournee und steht unter entsprechendem Termindruck. Kurz darauf wurde der neuerdings im Schwarz-Ton „Atlantic Black“ lackierte Konzeptwagen bei einem Werbe-Event erneut in Beverly Hills gesichtet. Eine befriedigende Finanzierung des Prestige-Projekts steht also weiterhin aus. Dennoch: Es gibt neue Fakten zu vermelden. Und auch was die Ausstattung des luxuriösen Viertürers anbelangt, hat man sich in Molsheim weiterführende Gedanken gemacht.

Bugatti 16C Galibier Concept: Auf Welt-Tournee Bugatti 16C Galibier Concept: Auf Welt-Tournee

Unter der von beiden Seiten aufklappbaren Motorhaube soll im Falle einer Serienproduktion ein 16-Zylinder-8-Liter-Motor mit zweistufiger Kompressoraufladung zum Einsatz kommen – im Gegensatz zum Veyron-Triebwerk allerdings mit FlexFuel-Technologie. Diese Antriebs-Auslegung, die ab Sommer auch serienmäßig in allen Modellen der VW-Tochter Bentley zum Einsatz kommen soll, ermöglicht eine Betankung wahlweise mit Benzin oder Ethanol. Über die ökologische Wirksamkeit dieser Technik lässt sich ebenso streiten wie über die Umweltbelastung, die von wenigen Dutzend 16-Zylinder-Limousinen ausgeht. Aber der neue Bugatti ist schließlich ein Image-Projekt und soll neben dem obligatorischen Sozialneid nicht auch noch den Unmut der geläuterten Autopresse auf sich ziehen.

Unverfänglich dagegen die Inneneinrichtung: Holz und Leder verströmen den Charme einer gediegenen Bar, die Bedienelemente und Displays wurden derweil auf das notwendigste reduziert. Von der Schweizer Uhrenmanufaktur Parmigiani Fleurier kommt zudem die Konzeptuhr Bugatti Tourbillion, die sich aus der Armaturentafel herausnehmen und als Armband-, Taschen- oder Tischuhr verwenden lässt. Auch das passende Reisegepäck hat Bugatti bereits parat. Spielereien ganz nach dem Geschmack der luxusgeschulten Kunden in Beverly Hills, Peking oder Bahrain – so zumindest denken es sich die Designer. Ob Over-The-Top-Produkte dieser Art wirklich noch verkäuflich sind, wird sich zeigen.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Bugatti









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