Buchtipp: Die Geschichte der „Scuderia Filipinetti“

Ein gelungenes Werk. Jüngst wurde ein neues Buch über das berühmte Rennteam „Scuderia Filipinetti“ im Hotel Le Richemond in Genf offiziell vorgestellt. Dieses Hotel war einst Besitz von Georges Filipinetti, der damalige Gründer und Eigner des legendären „Swiss Racing Team“ der 60-er und 70-er Jahre. Die Präsentation wurde von Filipinetti´s Großtochter Samantha Filipinetti in Zusammenarbeit mit dem holländischen Buchautor Ed Heuvink (Verfasser dieses Buches) und dem Manager des Filipinetti Teams, Claude F. Sage, organisiert.

Eine Reihe von „Gentleman-Fahrern“ aus den 60-ern besuchten an diesem Abend die Präsentation, darunter John Gretener, Henri Maunoir, Robert Blouin, Florian Vetsch, Heinz Schiller, Pete Ettmüller, Jacques Calderari, Jean-Jaques Cochet, Charly Müller, Claude Haldi, Armand Schaeffer, Phil Henny und Dennis Thalmann. Auch ehemalige Ferrari-Rennfahrer, wie Jean Alesi, Franco Sbarro, Jacques Deschenaux, Adriano Cimarosti und Antoine Prunet wurden gesehen. Die Formel 1 wurde repräsentiert von dem Präsidenten des Sportausschusses (ACS).

Vor dem Eingang des Hotels wurden zwei der früheren Filipinetti-Rennwagen ausgestellt: Eine AC Cobra 427 und ein Ferrari 275 GTB (im Besitz von Henry Maunoir), beide in Filipinetti-Rennfarben. Das brandneue Buch beinhaltet die gesamte Geschichte der „Scuderia Filipinetti“.

In die bewegte Geschichte des Rennteams führte der Schweizer Journalist Henri-Francois Berchet ein: Die Equipe Nationale Suisse wurde während der frühen 60-er Jahre in Genf gegründet, um den jungen Schweizer Rennfahrer Jospeh Siffert zu unterstützen. Schon bald wurde das Team auf den Namen des Gründers George Filipinetti umbenannt. Die Scuderia wurde offiziell genau vor 40 Jahren im „Hotel Le Richmond“ gegründet. Von diesem Tag an fuhren die rot-weißen Rennwagen – vereinzelt auch Sportwagen – weltweit Rennen in der „Swiss National“ und der „FIA International Championchips“ . Bevor Georges Filipinetti 1973 starb, besaß das Team zehn Jahre in Folge die besten Rennwagen, gefahren von den besten Rennfahrern der damaligen Zeit: Jim Clark, Joakim Bonnier, Phil Hill, Ronnie Peterson, Nino Vacarella und andere. Bis 1970 spielten private Teams wie Scuderis „Filipinetti“ noch eine große Rolle im Motorsport. Erst ein Jahr vor dem Tod Filipinetti´s, bekam das Sponsoring der Teams weltweit eine Schlüsselrolle. Dies beendete schließlich den Amateurstatus des Motorsports.

Fazit: Mit dem Buch über die „Scuderia Filipinetti“ ist dem Autoren Ed Heuvink ein fabelhaftes Werk gelungen. Es umfasst 317 Seiten, auf denen insgesamt etwa 350 Schwarzweiß-Fotos zu sehen sind. Die Bilder zeigen neben vielen Ferraris auch AC Cobras, Lolas, Chevrolette Corvette, Eagle F1, Ford Mustang, Ford GT40 und viele weitere. Die meisten dieser Bilder wurden noch nie zuvor veröffentlicht. Das Buch ist in französischer und englischer Sprache erhältlich. Preis: 100 Euro

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