Britische Leichtgewichte auf Speed

Britische Leichtgewichte auf Speed

Beim Stichwort Lightweight kommen einem spontan die leichten Zweisitzer von Lotus, der legendäre Jaguar E-Type Lightweight – sowie seine zahlreichen Nachbauten – und natürlich Porsche-RS-Modelle in den Sinn. In Wetherby in Großbritannien finden sich diese und andere Leichtgewichte unter einem Dach.

Für das Thema Lightweight gibt es verschiedene Ansätze. Zum Beispiel kann es für wirklich leichte Automobile stehen, wie etwa diesem Lotus 23B aus dem Jahr 1963. Colin Chapman, der Leichtbau-Konstrukteur schlechthin, entwickelte diesen ultraleichten Zweisitzer. Allein die Abmessungen des Sportwagens sprachen bereits für ein niedriges Gewicht: 3,53 m x 1,45 m x 0,58 m. Weitere Kilos konnten dank einer Karossiere aus glasfaserverstärktem Kunststoff eingespart werden. Insgesamt brachte der Lotus 23 knapp unter 400 Kilogramm auf die Waage – das Gewicht rangierte je nach Motor und Innenraumbeschaffenheit. In der Rennversion etwa wurde meist der zweite Sitz ausgebaut. Bei einem derartigen Leergewicht ist es auch kein Wunder, dass der kleinste Motor mit einem geradezu winzigen Hubraum von 750 Kubikzentimeter seine Arbeit verrichtete. In den B-Versionen kamen immerhin 1,5- und 1,6-Liter-Motoren von Ford zum Einsatz. Die stärkeren Versionen erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h.

Britische Leichtgewichte auf Speed

Ansatz zwei: Die Leichtbauversion. Ein gutes Beispiel, und vielleicht das bekannteste, ist der legendäre Jaguar E-Type Lightweight. Denn von Grund auf war der E-Type eigentlich kein leichtes Auto. Ausgestattet mit großvolumigen Reihensechszylinder- oder V12-Motoren, brachte der E-Type je nach Modell ein Leergewicht von 1.250 bis 1.450 Kilogramm auf die Waage. Zu schwer für den Rennsport. Deshalb konstruierte Jaguar Anfang der Sechzigerjahre eine „Lightweight“-Variante. Durch konsequentes Weglassen und dem Einsatz von Aluminium konnte das Gewicht des E-Types auf erstaunliche 920 kg gesenkt werden. Gebaut wurden vom legendären E-Type Lightweight nur 13 Exemplare, wovon heute nicht mehr viele übrig sind. Anerkannt sind jedoch, je nach Qualität und Zustand, die zahlreichen Nachbauten der Legende. Beim britischen Händler Speedmaster finden sich aktuell zwei umgebaute Roadster. Auch der hier erwähnte Lotus 23B steht bei Speedmaster neben vielen weiteren „Leichtgewichten“ zum Verkauf.

Weiterführende Links

Den gesamten Lightweight-Bestand des Händlers Speedmaster finden Sie im Classic Driver Marktplatz.

Text: Jan Richter
Fotos: Speedmaster