Bristol Fighter leistet bis 660 PS

Der „Fighter“, ein Konzept-Banause der traditionsreichen englischen Manufaktur Bristol, erhält neue Kraftreserven. Neben der ursprünglichen 525 PS starken Version soll demnächst auch eine 628-PS-Variante mit dem Kürzel ‚S’ für 378.000 Euro verfügbar sein.

Regulär leistet das Achtliter-V10-Fronttriebwerk des Fighter S 628 PS, doch ab einer Geschwindigkeit von ungefähr 300 Stundenkilometern erstärkt das Aggregat auf insgesamt 660 PS. Der Grund: Bei hohen Geschwindigkeiten steigt der Luftdruck immens an und verabreicht dem Motor über den Ansaugtrakt der Einspritzanlage sozusagen den Turboeffekt.

Äußerlich erkennbar ist der PS-Zuwachs übrigens nicht – „Ganz zur Freude jener Fahrer, die das gewisse extra an Motorleistung lieber diskret verbergen, als penetrant zur Schau stellen“, kommentierte ein Pressesprecher des Hauses. Ob der Besitzer eines Bristol Fighters überhaupt jemals auf Gleichgesinnte stoßen wird bzw. auf Verkehrsteilnehmer, denen allein die Existenz dieser Modellvarianten bekannt ist, bleibt fraglich.

Sowohl Basis- als auch ‚S’-Version lassen sich wahlweise durch zwei verschiedene Austattungs-Kits weiter aufrüsten. Die Variante-‚R’ (road holding) soll den Zweisitzer durch Breitreifen der Dimensionen 285/35 R 19 vorn und 305/35 R 19 hinten auf neuen Fünfspeichen-Rädern sowie einem verstellbaren Leichtbau-Fahrwerk beherrschbarer machen. Wer allerdings den gewissen Nervenkitzel benötigt, um Spaß am Fahren zu haben, wählt das ‚C’-Paket (competition): Bei dieser Variante wird die Aerodynamik des Fighters weiter optimiert. Dank 15 mm tiefer liegendem Fahrwerk sowie effizienten Karosseriemodifikationen verfügt das Auto über einen sensationellen cW-Wert von 0,255, erreicht höhere Spitzengeschwindigkeiten und lässt sich in diesem Grenzbereich besser kontrollieren.

Die Kosten für die Austattungspakete spielen bei einem Grundpreis von rund 325.000 Euro – für die Standardversion (525/550 PS) – wahrscheinlich kaum eine Rolle, dachte sich wohl auch Bristol und erhebt für die Variante ‚R’ weitere 28.000 Euro sowie für die ‚C’-Version 29.000 Euro, netto wohlgemerkt.

Text: Jan Richter
Fotos: Bristol


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