Bristol Cars geht in die Insolvenz



Die exzentrische britische Automobilmarke Bristol hat Insolvenz angemeldet. Laut BBC News wird derzeit nach einem Übernahmekandidaten gesucht. Bristol Cars hatte seit 1946 Luxusautomobile gefertigt, die zuletzt über einen einzigen Showroom in London vertrieben wurden.

Die Modelle von Bristol Cars gehören zu den letzten echten Skurrilitäten der britischen Automobilszene. Vor allem das seit 1993 in fast unveränderter Form gebaute Sportcoupé, der rund 200.000 Euro teure Bristol Blenheim, sorgte aufgrund seines antiquiert wirkenden Stylings im Ausland für Kopfschütteln. Letztlich fand die Understatement-Linie von Bristol auch in Großbritannien nicht mehr genug Zuspruch: Wie BBC News vermeldete, hat Bristol Cars Konkurs angemeldet. Tom MacLennan und Trevor Binyon von RSM Tenon wurden als Insolvenzverwalter ernannt. Aufgrund der finanziellen Notlage der Firma wird es laut MacLennan Entlassungen geben müssen, Verkauf und Kundenservice im Londoner Showroom sollen jedoch zunächst erhalten bleiben. Investoren, die sich für die englische Traditionsmanufaktur interessieren, werden gebeten, sich schnellstmöglich mit den Konkursverwaltern in Kontakt zu setzen.

Text: Jan Baedeker
Fotos: Bristol